1995 - 129 – www.kunstforum.de
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Die fotografische Dimension

Die "gegenwärtige Situation der Fotografie" zu umreißen, ist immer wieder eine Herausforderung. Irgendwie omnipräsent und zugleich nicht richtig fassbar, dazu ständig in neuen Kontexten ... WEITERLESEN auftauchend und den Betrachter mit innovativen Techniken verunsichernd, provoziert das Medium immer neue Versuche, es kategorial dingfest zu machen. Auch Andreas Müller-Pohle hat sich zu dieser Fragestellung so seine Gedanken gemacht. Das Ergebnis seiner Überlegungen ist ein klares und durchdachtes Modell, ein ebenso simples wie einleuchtendes dreidimensionales Koordinatensystem, in dem zeitgenössische Fotografie verortet werden kann. Müller-Pohles Konstruktion schlägt drei Achsen durch das Dickicht zeitgenössischer fotografischer Produktion: die ästhetische, die politische und die technologische. Alle drei Achsen entwickeln sich im Spannungsfeld diametraler Gegensätze: in der ästhetischen Dimension lauten diese "low" versus "high", in der politischen Dimenson "left" versus "right" und in der technologischen "digital" versus "analog". Durchdrungen wird das in diesem Koordinatensystem erfasste Aktionsfeld der Fotografie von "Strategien", die sich aktuell als "Inszenierungen" darstellen und verschiedene Komponenten des fotografischen Prozesses erfassen: das Subjekt, das Objekt, den Apparat, das Licht sowie schließlich das resultierende Bild selbst und seinen Kontext. Diese Dokumentation basiert auf dem von Andreas Müller-Pohle konzipierten Symposium "Die fotografische Dimension: Zeitgenössische Strategien in der Kunst", das im Rahmen der Madrider Kunstmesse Arco im Februar 1992 stattfand. Die Symposiums-Beiträge der Fotokritiker und -theoretiker wurden für KUNSTFORUM überarbeitet und erweitert. VERBERGEN

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