1998 - 141 – www.kunstforum.de
141

Die oberflächlichen Hüllen des Selbst

Mode als ästhetisch-medialer Komplex

Es gibt zwei klassische Meinungen über Mode. Die eine besagt, dass sich die einzelnen Kleidungsstücke und ihre jeweilige Zusammenstellung lesen lassen wie ein Buch: die Sprache der Mode erzä ... WEITERLESEN hlt Klartext über die Psyche ihrer Träger. Für die andere gibt es kein Dahinter: die oberflächliche Maskerade spricht für sich. Egal, welcher Ansicht man folgt, unbestreitbar ist, dass Mode in den 1990er Jahren zu einem ästhetischen Phänomen von steigender Bedeutung geworden ist. Sie hat die Betätigungsfelder von Gestaltern immer weiter ausgedehnt und greift auch auf die bildende Kunst über. Die Gestaltung des Selbst, das Self-Fashioning und -Design scheinen sich zu einer immer wichtiger werdenden Spielart von "profaner Kreativität" zu entwickeln - eine Tendenz, die von den Medien in nicht unerheblichem Maß gefördert wird. Zu beobachten ist dies insbesondere in den vestimentären Ausdrucksformen der Jugendkulturen: sie zeigen künstlerischen Verfahren verwandte Stilstrategien, z.B. die Bricolage in Analogie zur Collage, ready made oder Decollage und entwickeln in ihrer Kleidung ein komplexes Symbolsystem. Birgit Richard ist diesen Tendenzen in der Mode nachgegangen, wobei sie sich auf die Stile der Techno- und House-Szene konzentriert hat. Die Herausgeberin untersucht die Mode als ästhetisch-medialen Komplex und verfolgt die Interdependenzen von jugendkulturellen Stilen, deren immanenter Symbolik und aktuellen technologischen Entwicklungen. VERBERGEN

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