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Band 254

Politik, Ethik, Kunst

KULTURELLER KLIMAWANDEL - STRATEGIEN UND WERKZEUGE

Sei politisch! Setze ein Zeichen! Dieses Credo scheint ein treibender Motor der gegenwärtigen Kunstproduktion zu sein. Ob auf Messen, Biennalen oder in Museen: Kunst mit politischen und ethischen Botschaften erzielt eine maximale Aufmerksamkeit, sublimiert die Kunstwelt und lässt Künstlerkarrieren befeuern. Hoch im Kurs sind Themen wie Rechtspopulismus, Donald Trump, Demokratie und die Flüchtlingskrise. Gleichzeitig scheint die künstlerische Freiheit durch Shitstorms und eine neue „Political Correctness“ zu schwinden. Welche Folgen und Gefahren entstehen hierdurch? Wie stellt man Qualitätsmerkmale in Bezug auf politische Kunst auf? Gibt es „linke“ Kunstwerke, die sich auch für rechtspopulistische Weltbilder auslegen lassen? In diesem Themenband wird in Essays diesen Fragen nachgegangen, Gespräche mit Aktivisten, einem Regisseur, sowie Künstlern diskutieren die Rolle der Kunst zwischen Aktivismus, Aufklärung und Engagement. Vor der Omnipräsenz der politischen Kunst stellt sich schließlich die Frage: Kann politische Kunst überhaupt (noch) Menschen beeinflussen? Denn: Nicht jedes politische Zeichen ist auch gleich ein gutes Kunstwerk.


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Biennalen

Eröffnung Manifesta in Palermo

Diese Woche startet die 12. Manifesta in Palermo (Laufzeit 16.06.18-04.11.18): Mit dem Preview Tag für Presse und VIPs am Freitag, den 15. Juni geht es los, offizielle Eröffnung ist dann am Sonntag den 17. Juni. An diesem ersten öffentlich zugänglichen Tag finden 3 Veranstaltungen statt: Im Teatro Garibaldi beginnt es Vormittags mit "Borderless: Imagining a Borderless Future?", gefolgt von Performances von Nora Turato im Oratorio S. Lorenzo am Mittag. Diese Performance wiederholt sich abends um 18.00Uhr, am gleichen Ort. Um 16.00Uhr startet im Teatro Garibaldi dann "Borderless: Liquid Violence" von Forensic Oceanography und abends um 18.30 findet hier dann "Borderless: Black Med" statt, eine Gesprächs-Session von Invernomuto. Ansonsten öffnen nun, die ersten Tage, das Archivio di Stato mit einer Installation von Masbedo für alle Besucher der Manifesta, sowie das Manifesta Education Hub auf der Piazza Magione. Währen der Öffnungstage bietet die Manifesta den Besuchern kostenlose Tours durch die Veranstaltungsorte auf Englisch oder Italienisch an. www.m12.manifesta.org/opening-dates/

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Kulturpolitik

Wird Documenta-Obelisk abgebaut ?

126.000 Euro kamen bei einer Spendenaktion für einen Ankauf des Documenta-Obelisken auf dem Kasseler Königsplatz zusammen. Ursprünglich hatte der Künstler Olu Oguibe deutlich mehr verlangt, nämlih 600.000 Euro, war aber bereit, das magere Ergebnis der Spendenaktion zu akzeptieren unter der Bedingung, dass die Skulptur auf dem Königsplatz verbleibt. Doch darauf wollten sich die Lokalpolitiker nicht einlassen, sie hätten im Falle eines Ankaufs den Obelisken stattdessen auf dem Holländischen Platz aufstellen lassen. Nach der Kasseler CDU plädierte zwischenzeitlich auch die SPD für einen Abbruch der Verhandlungen mit dem Künstler und für einen Abbruch der Skulptur. Man bedaure, dass Oguibe mit seinem Beharren auf den Aufstellort Königsplatz „uns die Entscheidung abnimmt“, ließ sich der SPD-Fraktionschef Dr. Günther Schnell von der HNA-Hessisch-Niedersächsische Allgemeine zitieren. Das Pikante daran ist, dass SPD und Grüne im Kasseler Rathaus eine Koalition bilden und die Grünen sich nach wie vor für den Standort Königsplatz ausgesprochen haben. Beide Parteien versicherten allerdings laut HNA, die „unterschiedlichen Auffassungen zum Obelisken“ sagen „nichts über den Zustand der Koalition“ aus. Doch mit dem Einschwenken der SPD auf die CDU-Linie bekäme die rot-grüne Koalition keine Mehrheit mehr für einen Ankauf. Die eingesammelten Spendengelder werden dann an die Einzahler zurück überwiesen. Inzwischen schlug der Künstler einen Kompromiss vor – der Obelisk könne vor dem geplanten Documenta-Institut in der Nähe der Universität aufgestellt werden. Bis zur Einweihung des neuen Gebäudes solle er aber auf dem Königsplatz verbleiben. Im Kasseler Stadtrat soll nun am 18. Juni 2018 darüber debattiert werden.

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Galerien & Auktionshäuser

Rekordergebnis bei Beckmann-Auktion

Seit Christie’s im Juni 2017 in London Max Beckmanns Bild „Hölle der Vögel“ (1937/38) für 32 Mill. Pfund versteigerte, gilt der Maler als teuerster deutscher Künstler. Jetzt erzielte beim Berliner Auktionshaus Grisebach Beckmanns „Ägypterin“ (1942) mit 5,5 Mill. Euro ebenfalls ein Rekordergebnis im deutschen Auktionswesen. Das Bild ging an eine Privatsammlung in der Schweiz. Für 575.000 Euro ging eine Studie von Gabriele Münter aus dem Jahr 1908 an eine bayerische Sammlung. Ein Nagelbild von Günther Uecker wechselte für 757.000 den Besitzer und eine großformatige Arbeit von Anselm Kiefer für 865.000 Euro. http://www.grisebach.com

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Aktionen & Projekte

Olaf Nicolai: Performance in Autowerkstatt

"KW on location": In Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble präsentieren die KW Institute for Contemporary Art vom 29. Juni bis 1. Juli 2018 das performative Theaterstück Hier wird heute Abend ein Mensch wie ein Auto ummontiert / Ohne dass er irgendetwas dabei verliert. Brecht in der Autowerkstatt des Künstlers Olaf Nicolai. Aufführungsort der Performance ist eine Autowerkstatt im Stadtteil Prenzlauer Berg. Die genaue Adresse erfahren die Besucher erst nach dem Ticketkauf. Thema ist die "die Montage und Reparatur des Mercedes-Benz Ponton, der sich ursprünglich im Besitz von Helene Weigel, der ehemaligen Intendantin des Berliner Ensembles und Bertolt Brechts Ehefrau, befand. Gleichzeitig wird Brechts Lehrstück Mann ist Mann mit Schauspielerinnen und Schauspielern erarbeitet. Hierbei werden sowohl Fragen über die Natur von Performances und Theater aufgeworfen als auch zur Bedeutung von Arbeit im Kontext heutiger Wirtschaft und Kunstproduktion. Die Werkstattbesuche sind klassischer Weise in Schichten strukturiert und ermöglichen Einblicke in die Arbeit auf den verschiedensten Ebenen..." http://www.kw-berlin.de

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Personalien

Achenbach wieder in Freiheit

Helge Achenbach ist nach vier Jahren Haft auf Bewährung entlassen worden. Der frühere Kunstberater war wegen Betrugs zu sechs Jahren Haft verurteilt worden und hat nun zwei Drittel davon verbüßt. Er wohnt nun in Köln-Ehrenfeld – sein Gastgeber ist der Enthüllungsschriftsteller Günter Wallraff. In der dortigen kleinen Dachwohnung beherbergte Wallraff auch schon Wolf Biermann und Salman Rushdie. Als Mitarbeiter einer Stiftung kümmert sich Achenbach um verfolgte Künstler, die auf einem Bauernhof an der Düsseldorfer Stadtgrenze untergebracht sind. Außerdem hat der frühere Kunsthändler angefangen zu malen – Achenbach besuchte im Gefängnis einen Malkurs, den eine Essener Künstlerin dort abhielt.

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Museen & Institutionen

Zürich: Die weltbesten Pressefotografien

Bis zum 8. Juli 2918 zeigt das Landesmuseum Zürich die «World Press Photo Exhibition» mit den „besten Pressebilderm der Welt“. Aus den Einreichungen von mehr als 4.500 Teilnehmern nominierte die Jury Beiträge von 42 Fotografen. „In einer vernetzten Welt mit mehr und mehr digitalen Möglichkeiten wird das globale Geschehen zunehmend multimedial dokumentiert und verbreitet. Im Digital Storytelling Contest (bis 2016: Multimedia Contest) kürte die Jury zum achten Mal Gewinner in vier Kategorien. In diesem Jahr wurden 308 Produktionen eingereicht. Die Kategorie Immersive Storytelling berücksichtigt Projekte, die das Gefühl vermitteln, mitten im Geschehen zu sein. Dabei dürfen Fotos und Videos, aber auch Animationen, Illustrationen, Texte und Musik eingesetzt werden. Mit «Under a Cracked Sky», einem Virtual-Reality-Film und Gewinner in dieser Kategorie, taucht der Betrachter in der Perspektive eines Tauchers unter die antarktische Meeresoberfläche....“ http://www.nationalmuseum.ch

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Aktionen & Projekte

Dresden: Freiheit zur Freiheit

„Freiraum“ ist ein Projekt der Goethe-Institute in Europa in Zusammenarbeit mit 53 Akteuren aus Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Rund 40 europäische Städte gehen bis März 2019 den Fragen nach: Was ist Freiheit heute in Europa? Wo ist sie in Gefahr? Wie stärken wir sie? Den Auftakt der Reihe bilden das Kunsthaus Dresden und die Kanuti Gildi SAAL, Tallinn. Am Austragungsort Dresden beteiligt sich die Zachęta Galerie, Warschau, mit der Ausstellung "The Joy of new constructions" von Marian Bogusz. Zwei weitere Werkschauen in Dresden („Freiheit zur Freiheit“ bestreiten zeitgleich Jaan Toomik und Christa Jeitner (bis 22. Juli 2918). http://www.kunsthaus.dresden.de

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Museen & Institutionen

Theaster Gates im Kunstmuseum Basel

Josef Helfenstein und Søren Grammel sind Kuratoren der Ausstellung von Theaster Gates „The Black Madonna“ im Kunstmuseum Basel (bis 21. Oktober 2018). Der gelernte Stadtplaner Gates wurde durch die Dorchester Projects bekannt, mit denen ein Viertel in Chicago aufgewertet werden sollte. Verbindungen zwischen Kunst und Gesellschaft und die Gründung von kulturellen Gemeinschaften, die politische, räumliche und soziale Veränderungen einleiten wollen, bilden einen roten Faden in seinem künstlerischen Konzept. Thematischer Schwerpunkt der Basler Ausstellung ist der Kult um die Schwarze Madonna – viele antike Religionen kannten schwarze Mutter-, Fruchbarkeits- oder Erdgöttinnen. Während der Ausstellung richtet Theaster Gates im Museum ein Tonstudio und eine Druckwerkstatt ein und arbeitet dort an seinen persönlichen Archiven, „vor allem mit dem Fotoarchiv der für die schwarze Kultur in Amerika ikonischen Magazine Ebony und Jet Magazine“. www.kunstmuseumbasel.ch

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Museen & Institutionen

Essen: Weltweit sammeln

Das Essener Museum Folkwang zeigt ab 15. Juni 2018 bis zum Herbst mit „Weltweit sammeln“ eine neue Präsentation der Sammlung Archäologie, Weltkunst, Kunstgewerbe in der Installation „Helm/Helmet/Yelmo“. "Zu sehen sind antike, europäische und nicht-europäische Objekte sowie Gebrauchsgegenstände als Beispiele für vorbildliche Gestaltungskunst. Es ist die mittlerweile fünfte Ausstellung in der begehbaren Installation. Die damit einhergehenden Sammlungskonzepte, die von 1902 bis in die 1980er Jahre durch Erwerbungen konkretisiert wurden, lassen sich bis heute erkennen. Einige dieser Konzepte und Entwicklungen sollen durch die Objekte nachgezeichnet werden: Im Helm/Helmet/Yelmo des Künstlerduos Los Carpinteros sind die Objekte nach Herkunftsort und Erwerbszeitraum angeordnet. Sechs Ebenen zeigen in den zueinander versetzten Waben die geographischen Räume Afrika, Ostasien, Westasien, Europa und Amerika. Sie werden durch außerhalb des Helms gruppierte Artefakte aus Ozeanien ergänzt". Der Eintritt ist zu der Ausstellung ist frei.

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Ausschreibungen

Museion Bozen schreibt Direktorenstelle aus

Für 2019 schreibt das Museion Bozen die Direktorenstelle neu aus. "Gesucht wird eine Persönlichkeit, die in der Lage ist, die begonnene Arbeit fortzusetzen, indem sie das Profil des Hauses mit innovativen Konzepten weiterentwickelt und dabei den Besonderheiten des Standortes als Schnittstelle dreier Kulturen mit einem lebendigen regionalen Kulturleben Rechnung trägt. Der neue Direktor oder die neue Direktorin wird das Amt ab Juni 2019 antreten. Die Stellenausschreibung kann auf der Homepage des Museion eingesehen werden (museion.it – über uns – Inserat Direktion). Die Bewerbungsfrist endet am 20. Juli 2018.". Kontakt: http://www.museion.it

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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