Berlin: Anstieg der Corona-Zahlen beim Gallery Weekend

24. September 2020 · Galerien & Auktionshäuser

„Corona-Ansteckungen bei Berliner Vernissagen“ titelte die „Süddeutsche Zeitung“ am 23. September 2020: „Trotz Sicherheitskonzepten“ habe es beim Berliner Gallery Weekend „eine Häufung von Covid 19-Fällen“ gegeben. Daher sei es für die Kunstwelt „an der Zeit, ihre Rituale zu überdenken“. Die Veranstalter hatten zwar auf ein großes Dinner und auf temporäre Bars in Höfen wie früher üblich verzichtet, aber „Monopol“ zitiert die Gallery Weekend-Pressesprecherin Silke Neumann, die „wenigen positiven Fälle“ könnten „in Zusammenhang mit Abendessen der Galerie oder privaten Veranstaltungen stehen“. Allerdings ist der Ansteckungsherd nicht genau zu lokalisieren – die Vernissagenbesucher waren nämlich überall in der 3,8 Mill.-Einwohner Metropole unterwegs. Die von den Behörden registrierten „stark steigenden Fallzahlen“ in Berlin beschränken sich eben nicht nur auf die Kunstszene. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) erklärte im ZDF: „Ich gehe davon aus, dass wir tatsächlich auch wieder Einschränkungen vornehmen müssen“. Dabei stehen für Müller in erster Linie Feiern im öffentlichen Raum auf dem Prüfstand und die Zahl der Zuschauer, die der Fußballclub Union Berlin wieder ins Stadion lässt. Während die Stadt Frankfurt sämtliche Messen bis Ende März 2021 komplett abgesagt hat, wird man sich in Köln genau überlegen müssen, wie man in der aktuellen Situation zur Art Cologne im November 2020 die Preview und die begleitenden lokalen Galerieeröffnungen, Preisverleihungen etc. hygienekonform gestalten kann. In Berlin jedenfalls sei „eine mögliche Reaktion…, in den nächsten Monaten Abendessen ausfallen zu lassen, die Galerien aber offen zu halten“.