Digitale Dependance

28. Mai 2015 · Museen & Institutionen

Manche Websites von Museen gelten immer noch als vermufft: den Kulturämtern fehlt oft das Geld, um eine regelmäßige Betreuung und Aktualisierung zu leisten; vor allem in kleineren Städten beschränkt man sich häufig auf technisch simple Terminankündigungen auf einer Unter-Rubrik auf der Internetseite der Stadtverwaltung. Als „digitale Dependance“ hat hingegen das ZKM Karlsruhe eine neue Website konzipiert, die „nicht ausschließlich als Service verstanden werden“ und eben „keine digitale Werbebroschüre“ sein soll: Stattdessen bietet die 2014 neu konzipierte ZKM-Website „bietet Interessierten aus aller Welt die Teilhabe an der wissenschaftlichen Forschung sowie kulturellen Bildung des ZKM und verbindet Expertenwissen und Öffentlichkeit“. Eine ebenfalls neuartige Online-Ausstellungsplattform AOYS präsentiert „Kunst im Web“ als eine „neue Form des Museums., die sowohl zeit- als auch ortsunabhängig zugänglich ist“. Begleitend dazu wird auch ein interaktives digitales Vermittlungsprogramm geboten. Drittes Stadbein der digitalen Dependance sind Apps: „Mobile Kunstapplikationen sind die neuen Kunstformen, die zeigen, wie Kunst im Zeitalter der digitalen Distribution funktioniert und wie sie sich verändert. Damit eröffnen sich neue Praktiken der Kooperation, kollektiver Kreationen und Handlungsformen. „Speziell für die GLOBALE, die ab dem 20. Juni 2015 in Karlsruhe 300 Tage lang bis April 2016 „performative Praktiken“ bietet, hat das ZKM zwei neue Applikationen entwickelt: Die App „Karlsruhe Maptory“macht mit Hilfe von „Augmented Reality“ zukunftsweisende Errungenschaften Karlsruher Persönlichkeiten der Wissenschaft und Kunst im 20./21. Jahrhundert szenisch erlebbar. Mit der App „MyCity, MySounds“ verleihen die Nutzer ihrer Stadt eine „eigene klangliche Identität“, indem sie vor Ort mit ihrem Smartphone Klänge, Töne, Geräusche und Stimmen aufnehmen und mit dem Standort auf einer virtuellen Landkarte verbinden. www.zkm.de


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