Diya Vij wird Kulturbeauftragte von New York

3. März 2026 · Kulturpolitik
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Die Kuratorin und aktuelle Vizepräsidentin für kuratorische und künstlerische Programme bei Powerhouse Arts Diya Vij wird zur nächsten Kulturbeauftragten der Stadt New York ernannt.

Mit diesem Posten bestimmt Vij als Kommissarin über die größten kommunalen Kunstförderungen in den USA, die mehr als 800 Kulturinstitutionen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Dabei wurden im vergangenen Jahr 245 Millionen Dollar verteilt.

Bei Amtsantritt eines neuen Bürgermeisters wird das Amt üblicherweise neu vergeben, sodass es seit Zohran Mamdani sein Amt als Bürgermeister New Yorks angetreten hat, zu Spekulationen über den Posten gekommen ist.

Zohran Mamdani beschreibt die ausgewählte 40-jährige Diya Vij als „visionäre und tiefgründige Führungspersönlichkeit, die versteht, dass Kunst für diese Stadt nicht nur schmückendes Beiwerk ist, sondern für sie unverzichtbar ist“. Unterstellt ist Vij der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin für wirtschaftliche Gerechtigkeit Julie Su. In einer offiziellen Erklärung heißt es: „Unter Diya’s Führung werden wir dafür kämpfen, dass New York eine Stadt bleibt, in der Künstler es sich leisten können, zu leben und zu schaffen, und in der jeder New Yorker in jedem Stadtteil die Energie und Inspiration erleben kann, die Kunst möglich macht.“

Diya Vij trat ihre Stelle bei dem Zentrum für Kunstproduktion und -programmierung Powerhouse erst im vergangenen Oktober an, sodass ihre Amtszeit dort nur von kurzer Dauer war, bevor sie nun Kulturbeauftragte der Stadt New York wird. Zuvor war sie Kuratorin bei Creative Time und als stellvertretende Kuratorin für öffentliche Programme bei der High Line tätig. In ihrer Vergangenheit hat sich Vij immer wieder für politisch engagierte Kunst eingesetzt. Sie ist die erste Person südasiatischer Herkunft, die das Amt als Kommissar*in für Kunst und Kultur der Stadt New York bekleidet.

Diya Vij freut sich auf den neuen Posten: „Ich freue mich darauf, meine politische Sichtweise einzubringen, um die Systeme zu stärken, die offene, zugängliche und manchmal radikale kulturelle Aktivitäten ermöglichen.“ Damit setzt sie auch der Spar- und Einschüchterungspolitik Trumps gegenüber der Kunst und Kultur etwas entgegen.

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