Eklat um Ausladung von Philipp Ruch

14. März 2019 · Kulturpolitik

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) begreift sich als „eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Schönheit, politischer Poesie und menschlicher Großgesinntheit“. Jüngst machte das Kollektiv um den Theatermacher Philipp Ruch Schlagzeilen mit dem Online-Pranger „Soko Chemnitz“, bei dem sich Rechtsextremisten ungewollt selbst entlarven sollten. „Die Welt“ publizierte auf ihrem Online-Portal eine Rede, die Ruch auf dem Bundeskongress der Wolfsburger Bundeszentrale für politische Bildung nicht halten durfte (https://www.welt.de/kultur/plus189965837/Philipp-Ruch-Diese-Rede-wollte-er-beim-Bundeskongress-halten.html). Um das Thema „Emotionen in Politik und Gesellschaft“ ging es bei diesem Kongress, doch „stern.de“ berichtete, „nach einer Intervention des Bundesinnenministeriums“ sei Ruch wieder ausgeladen worden. „Eine Sprecherin des Ministeriums sagte am Mittwoch in Berlin, eine Einladung an den politischen Aktionskünstler könne missverstanden werden als staatlich finanzierte Legitimierung von Aktionen des Zentrums. Sie verwies auf die umstrittene Aktion ‚Soko Chemnitz’…“ so zitierte die „Frankfurter Rundschau“ die offizielle Stellungnahme. Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete protestierten bei Bundesinnenminister Horst Seehofer gegen die Ausladung Ruchs, denn diese verstoße „klar gegen die Unschuldsvermutung“, und Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, ergänzte, auch wenn man die Aktionen des ZPS nicht gutheißen möge, gelte in unserem Land immer noch die Kunstfreiheit. https://www.politicalbeauty.de/

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