Museum Manching: Wertvoller Keltenschatz gestohlen – www.kunstforum.de

Museum Manching: Wertvoller Keltenschatz gestohlen

25. November 2022 · Museen & Institutionen

Unbekannte stahlen aus dem kelten römer museum in Manching (Bayern) einen keltischen Goldschatz – entwendet wurden 483 Goldmünzen. Der Wert wird auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Dabei ist nicht der Goldpreis entscheidend, sondern der einzigartige kulturhistorische Wert. „Die Ermittler vermuten, dass auch die Sabotage am Telefonnetz, die einen Ausfall von Telefon, Internet und auch der Alarmanlage des Museums zur Folge hatte, mit dem Einbruch zusammenhängt“, ist auf t-online nachzulesen. Nach Einschätzungen der Polizei sind die Münzen nur schwer zu verkaufen. Es ist daher zu befürchten, dass die Diebe die rund 4 kg schweren Münzen einschmelzen und das Gold dann zum Marktwert verkaufen wollen. Derzeit liegt der Goldpreis im Durchschnitt bei rund 1.800 Dollar pro Feinunze. Spektakuläre Raubzüge in Museen machten in der jüngsten Vergangenheit schon mehrfach Schlagzeilen: 2017 verschwand durch Einbruchdiebstahl eine „Big Maple Leaf“-Goldmünze aus dem Berliner Bodemuseum. Der Leihgeber, ein Düsseldorfer Sammler, erhielt von der Versicherung 2,1 Mill. Euro an Schadensersatz. „Die Münze selbst wurde wohl zersägt und eingeschmolzen, alles, was man von ihr fand, war ein wenig Goldstaub“, reportierte die „Süddeutsche Zeitung“. Inzwischen wurden drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. „Einer der Männer hatte dort als Wachmann gearbeitet und Insiderwissen geliefert“, schrieb die FAZ- „Frankfurter Allgemeine“. Laut Gerichtsurteil soll er 100.000 Euro zurück zahlen; das entspräche seinem Anteil an der Beute. Zwei andere Angeklagte wurden zu einem „Wertersatz“ von 3,3 Mill. Euro verurteilt. 2019 wurden aus dem „Grünen Gewölbe“ der Dresdner Museen Juwelen entwendet. Ein versuchter Rückkauf scheiterte: die Museumsleitung übergab einem 54 Jahre alten Niederländer 40.000 Euro und wurde dabei herein gelegt, denn der Mann entpuppte sich als äusserst zwielichtige Figur: Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln gegen ihn wegen „gewerbsmäßigen Betrugs“. „Das Geld ist futsch“, bilanzierte das Berliner Boulevardblatt „B.Z.“


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