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Ausstellungen: Frankfurt · von Sabine Elsa Müller · S. 230 - 232
Ausstellungen: Frankfurt ,

Frankfurt
Asta Gröting

Ein Wolf, Primaten und eine Atemkurve
Städel Museum 5.9.2025–12.4.2026

von Sabine Elsa Müller

Sieben Videoarbeiten und eine Laserinstallation verwandeln das glamouröse Metzler-Foyer in eine geheimnisvoll abgedunkelte Twilight Zone, die zum Innehalten einlädt, bevor es die Treppe hinunter zu den lichten Hallen der Gegenwartskunst weitergeht. Tonlose Bilder holen uns sehr nah heran, zeigen vertraute Dinge übergroß, meist in Zeitlupe oder Zeitraffer. Wie in einem Traum sind die Verhältnismäßigkeiten, Raum und Zeit außer Kraft gesetzt.

Asta Gröting, 1961 in Herford geboren, war in den 1990er Jahren mit amorph-organischen Skulpturen berühmt geworden wie beispielsweise der naturalistischen Abformung eines Verdauungssystems eines Haies, die gänzlich aus Glas bestand. Der Perspektivwechsel gehörte schon damals zu ihren kennzeichnenden Strategien, die sie offenbar auch für ihr eigenes Tun anwandte, denn im Laufe ihrer Karriere überraschte sie immer wieder mit ihrer großen Bandbreite plastischer Ausdrucksformen. Ihre 2019 vom Städel angekaufte Arbeit Wir, wir, wir, du, du, ich aus dem Jahr 1994 ist mit ihrem assoziationsreichen Materialmix aus PVC-Kuben und Holzwolle eine eigentümliche Mischung aus Minimal Art und Arte Povera. 1993 begann mit ihrem Zyklus The Inner Voice die Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen außerhalb des Ateliers: Gröting erschuf eine Handpuppe, die von verschiedenen Bauchredner*innen zum Leben erweckt wurde und die menschliche Psyche in ihrer Gespaltenheit in das Zentrum ihrer Arbeit stellt. Seitdem entstehen neben Installationen und Interventionen immer wieder Videos, in denen der intensivierte Blick auf die Dinge, auf Mensch, Tier und ihre Beziehungen den Werkstoff liefert.

„Ein Wolf, Primaten und eine Atemkurve“ konzentriert sich auf die Videoarbeiten der letzten zehn Jahre….

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von Sabine Elsa Müller

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