Report
cultural climate change

Kulturhauptstadt 2026: Oulu feiert den kulturellen Klimawandel
Ein Bericht von Ann-Katrin Günzel

Die finnische Stadt Oulu liegt am nördlichsten Zipfel der Ostsee hoch oben am Rand des Bottnischen Meerbusens, etwa 250 km südlich vom Polarkreis, in der gleichnamigen Region, die geprägt ist vom Meer, dem Fluss Oulujoki und einer Vielzahl an Seen und Mooren und so wundert es nicht, dass der Name Oulu, der aus dem Samischen stammt, so viel wie „fließendes Wasser“ bedeutet. Denkt man jetzt an ein winziges verschneites Dorf mit ein paar bunten Holzhütten, so irrt man sich: mit 211.000 Einwohner*innen ist es nicht nur die fünftgrößte Stadt Finnlands, sondern auch die nördlichste Großstadt der EU. Zu städtischer Größe wuchs Oulu im Laufe der Jahrhunderte – zunächst durch die Produktion und den Export von Holzteer und Lachs, Ende des 19. Jahrhunderts durch die Anbindung an das finnische Bahnnetz, 1958 folgte die Gründung der Universität und in den 1970er Jahren wurde Oulu ein wichtiges Technologiezentrum – die kleine Stadt war Vorreiterin der modernen Mobiltechnologie, denn Unternehmen wie Nokia und Oura haben hier ihre Wurzeln. Heute erscheint Oulu mit über 35.000 Student*innen und etwa 140 Nationalitäten, die hier vertreten sind, selbst bei eisiger Januarkälte und Schneestürmen als eine junge, belebte und herzliche Stadt, deren Bewohner*innen im Gespräch von der faszinierenden arktischen Landschaft mit ihren Wäldern, Seen, Flüssen, Stränden und kleinen Inseln schwärmen, zu denen man in den Wintermonaten (bei bis zu -25 °C) über das zugefrorene Meer gehen kann. Außerdem gibt es aber auch viel Kultur zu…

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