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Essay · von Roland Schappert · S. 198 - 203
Essay ,

Essay
Erweitert KI die Kunstwahrnehmung?

Ein Gespräch zwischen Roland SCHAPPERT und Wolfgang ULLRICH

Das folgende Gespräch von Roland Schappert & Wolfgang Ullrich ist der zweite Teil ihrer Serie: Über Veränderungen in der Kunstwelt

WU Schön, dass wir wieder hier zusammen sind, Roland. Zur zweiten Folge unserer Reihe. Wir wollen heute zum Thema Kunst und KI sprechen. Du bist einer der wenigen, die ich kenne, die KI schon in mehreren Bereichen genutzt haben, nicht nur als bildender Künstler, sondern auch in der Musik. Welche Ähnlichkeiten und Unterschiede beobachtest du in den verschiedenen Bereichen, nachdem du nun ja schon einige Jahre Erfahrungen damit gesammelt hast?

RS Meine ersten Erfahrungen mit Kunst und KI sammelte ich mit verschiedenen Bildgeneratoren – verbunden mit der Frage, wie man sprachbasiert Einfluss nehmen kann auf die Generierung von Bildern. Und das hat sich in den letzten Jahren ja stark entwickelt und verändert. Da gibt es beispielsweise den schon öfter beschriebenen Surrealismus-Effekt oder auch das Phänomen, dass bestimmte stilistische Spielarten durch die Bildgeneratoren in den Vordergrund gelangt sind. Interessant waren auch technische Fehler und Glitches, die einen Wiedererkennungswert der KI-Bilder darstellten. Da hat man ja in den letzten Jahren oft geschmunzelt, und die User*innen der Bildgeneratoren kamen auch aus den unterschiedlichsten Bereichen, keinesfalls nur aus dem Bereich der bildenden Kunst. Ich selbst habe beispielsweise mit den Algorithmen der Bilderkennung gespielt, als selbst die fortschrittlichsten KI-Systeme Schrift innerhalb eines Bildes noch nicht als Wort und Begriff semantisch erfassen konnten. Wenn ich Variationen von einem meiner Schriftbilder haben wollte, generierte die…


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