KUNSTFORUM GESPRÄCHE
Es muss darum gehen, offen zu bleiben

Ein Gespräch mit Brigitte Franzen, der neuen Direktorin des Bauhaus-Archivs in Berlin
von Ronald Berg

Ab dem 1. April 2026 wird Brigitte Franzen Direktorin des Bauhaus-Archivs. Sie löst damit die seit 2003 amtierende Annemarie Jaeggi ab. Franzen (Jg. 1966) ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie war zuvor Präsidentin der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main und davor von 2021 bis 2024 Direktorin des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main.

Das Bauhaus-Archiv besteht seit 1961 und war ursprünglich in Darmstadt beheimatet. Erster Direktor war der Kunsthistoriker Hans Maria Wingler. Das Wachstum der Sammlung führte zum Umzug nach Berlin, wo das Land die finanziellen Mittel für ein Museumsgebäude bereitstellte. Der Entwurf dazu stammt von Bauhaus-Gründer Walter Gropius. Das noch für Darmstadt gedachte Gebäude wurde erst zehn Jahre nach dem Tod von Gropius († 1969) in modifizierter Form in Berlin eröffnet. Das weitere Anwachsen der inzwischen weltweit größten Sammlung zum Bauhaus auf heute ca. eine Million Objekte und die für den Besucherandrang zu kleinen Räumlichkeiten machte hier eine Erweiterung nötig. Der Erweiterungsbau von Staab Architekten soll Ende 2027 fürs Publikum öffnen.

RB Was halten Sie vom künftigen Wahrzeichen des Bauhaus-Archivs, dem gläsernen Turm, wo ab Ende 2027 vor allem Formate zur Vermittlungsarbeit stattfinden sollen?

BF Ich bin von der Campus-Architektur sehr begeistert. Vom Turm ebenso wie von den neuen Ausstellungsräumen. Dieses U-förmige Raumgebilde, das sich unterirdisch um den offenen Innenhof zieht. Damit kann man vieles anstellen.

RB Wie sieht denn Ihre Planung für…



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