Nürnberg
Julia Heyward Miracles in Reverse
Kunstverein – Albrecht Dürer Gesellschaft 31.1.–19.4.2026
von Mounira Zennia
„This piece is about a man who shakes hands for a living. Shakes at least one thousand hands a week and has for the last 40 years. And we used to stand behind him and sing: ‚Shake, Daddy, Shake‘, …!“ Mit diesen Worten eröffnet Julia Heyward ihre Performance Shake Daddy Shake, gezeigt in der Ausstellung Miracles in Reverse im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft. Im Stil der Spoken-Word-Performance und in ständiger Bewegung auf einer sich drehenden Bühne erzählt sie eindringlich die Geschichte ihres Vaters, der als Pastor 40 Jahre lang hinweg mit seinem Händeschütteln Trost spendete – bis sich die Geste schließlich in seiner Parkinson-Erkrankung fortsetzte.
Die Performance war Teil des von Jean Dupuy kuratierten Programms 3 Evenings on Revolving Stage, das 1976 in der Judson Memorial Church in New York City stattfand. Heyward trat dort gemeinsam mit namhaften Künstler*innen der Me-dien-, Performance- und Videokunst wie Simone Forti, Mabou Mines und Nam June Paik auf. Das Video gilt heute als eigenständige Arbeit. Neben Heywards Performance werden Szenen aus dem Kirchenalltag ihres Vaters eingeblendet; zudem sind Fragmente aus seinen Predigten zu hören.
Eingebettet in eine Installation aus Stahlrohren ist die Arbeit die Einzige, die in der großen Halle des Kunstvereins präsentiert wird. Die Installation wurde von der Künstlerin und Szenografin Celeste Burlina eigens für die Ausstellung entwickelt. In den seitlichen Räumlichkeiten des Kunstvereins setzt sich Burlinas Szenografie als raumgreifende Komposition fort, die Boden und Präsentationsflächen einbezieht. Die Verwendung unterschiedlicher…
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