Tobias Pils
Atelierbesuch beim österreichischen Maler in Wien
von Julia Stellmann
Im zwanzigsten Bezirk in Wien unweit der Donau empfängt der österreichische Maler Tobias Pils in seinen Atelierräumen. Zahlreiche Gemälde lehnen an den Wänden, in der Ecke steht ein Fahrrad, ein japanischer Fächer findet sich auf einer der Fensterbänke. Seit zwei Jahren arbeitet Pils an diesem Ort, hat die Räumlichkeiten eigens umgebaut, entfernte sowohl ein paar der Wände als auch die herabhängende Decke. Statt ursprünglich drei Einzelzimmern finden sich nun zwei großzügige Atelierräume. Der erste Raum fungiert als eine Art Eingangsbereich, an welchen sich der eigentliche Arbeitsbereich anschließt. Hier stehen Staffelei und Farben bereit. Auf dem Tisch neben den Farben erblühen zudem vertrocknete Sonnenblumen, die Pils zuletzt malerisch verarbeitete. Eines dieser Gemälde steht noch an die Wand gelehnt, spielt auf die Sonnenblumen von Vincent van Gogh an. Pils erzählt, dass er erst kürzlich in Arles war und sich in die Briefe des niederländischen Künstlers vertieft hat. Nun spiele er mit dem Gedanken, ein Porträt von van Gogh anzufertigen. Im zweiten Raum findet sich darüber hinaus eine Treppe, die auf eine ebenfalls selbst gebaute Empore führt. Hölzerne Masken hängen an der Wand, überall liegen Kataloge und von oben lässt sich der gesamte Raum überblicken. Unterhalb der hölzernen Empore öffnet sich schließlich ein fast heimelig anmutender Rückzugsort mit einer kleinen Küche, einem großen Bücherregal und einem Tisch für Gäste. Echten Rückzug bietet aber vor allem ein 80 Quadratmeter großer Garten.
Die Nähe zur Natur ist in Pils’ Biografie eingeschrieben, ist der 1971 in Linz geborene…
IN DIESEM ARTIKEL
DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN















