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Ausstellungen: Ludwigshafen · von Herbert Kopp-Oberstebrink · S. 233 - 234
Ausstellungen: Ludwigshafen ,

Ludwigshafen
Ulla von Brandenburg

Von Rot bis Grün, alles Gelb vergeht
Wilhelm-Hack-Museum 29.11.2025–6.4.2026

von Herbert Kopp-Oberstebrink

Es ist, als beträte man eine Bühne durch zwei zur Seite geschlagene riesige Vorhänge im Stil von Sonia Delaunays bunten, abstrakten Farbflächen. Hat man sich erst einmal in die Ausstellung hineinbegeben, öffnet sich den Betrachter*innen eine auf den ersten Blick schwer überschaubare Folge mehrerer großräumiger Installationen, die ineinander übergehen. Zahlreiche, zumeist an der Decke aufgehängte Stoffbahnen von ganz unterschiedlicher Farbgebung markieren diese Binnenräume, bilden durchlässige Grenzen und Übergänge. Die Räumlichkeiten des Wilhelm-Hack-Museums mit ihren offenen Strukturen fördern geradezu eine Anordnung mit labyrinthischer Anmutung. Diese unterschiedlichen Raumcharaktere sind Teil des Ausstellungskonzeptes und grenzen die einzelnen Installationen voneinander ab – die Orientierung für die Betrachtenden stellt sich nach und nach ein und fügt den scheinbaren Irrgarten in einer wundersamen Wandlung zu einem Refugium konstruktiver Kunst heute – Konstruktivismus reloaded. Dabei werden die Besucher*innen nach dem Betreten der theatralischen Szenerie durch den Bühnenvorhang selbst zu einem Teil der Inszenierung. Sie durchwandern dabei sechs multimediale Installationen aus den letzten fünf Jahren im Schaffen der Künstlerin. Sie kombinieren jeweils in unterschiedlichen Arrangements textile Arbeiten – von den erwähnten Stoffbahnen über aufgehängte farbige Stoffobjekte bis zu auf dem Boden ausgelegten Stofffetzen –, Filme, Zeichnungen und skulpturale Objekte. Manche Räume erwecken den Eindruck eines Filmtheaters, in anderen Installationen erfolgt die Projektion direkt auf die bunten Stoffbahnen, und so verschmelzen die bewegten Bilder regelrecht mit den sich leicht bewegenden Stoffen. Hinzu kommen Performances, Tanz und Gesang, die in den Videos gezeigt werden.

Exemplarisch sei die erste…

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von Herbert Kopp-Oberstebrink

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