Ante Glibota an Covid-19 verstorben

15. Januar 2021 · Personalien

Ante Glibota, Ausstellungsmacher, Kunsthistoriker, Architekturtheoretiker, Sammler, 1945 im kroatischen Slivno geboren, starb in Paris, wie erst jetzt bekannt wurde, im August 2020 an einer Covid-19-Infektion. In Deutschland wurde er bekannt für seine große Monographie zu seinem Freund Otto Piene. Er studierte in Zagreb Wirtschaftswissenschaften, engagierte sich gegen das kommunistische Regime. Die von ihm mitgegründete Wirtschaftszeitschrift Hrvatski Gospodarski Glasnik spielte eine wichtige Rolle im Kroatischen Frühling. Nach seiner Inhaftierung im Jahr 1972 ging er 1974 nach Paris. Dort schrieb er sich an der Sorbonne ein. 1980 gründete er die Internationale Kunstgalerie und leitete bis 1994 das Pariser Kunstzentrum. Seit 2010 war er Vizepräsident und Chefkurator des Museums für Kunst und Urbanität in Shanghai. Vor allem als Kurator von Ausstellungen wie „150 Years of Chicago Architecture“ (1983), „The Seoul Art Olympiad“ für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul oder „Art and Sport“ in Peking (2008) machte er sich einen Namen. HNJ