Architekturbiennale Venedig

25. März 2016 · Biennalen
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Das Biennale-Gelände in Venedig ist in diesem Jahr wieder Austragungsort der traditionellen Architekturbiennale (28. Mai bis 27. November 2016). Künstlerischer Leiter ist der chilenische Architekt Alejandro Aravena, der eine traditionelle Bodeninstallation als Ausgangspunkt nimmt: „Auf seiner Reise durch Südamerika begegnete Bruce Chatwin einer alten Dame, die mit einer Aluminiumleiter auf ihrer Schulter durch die Wüste wanderte. Es war die deutsche Archäologin Maria Reiche beim Studium der Nazca-Linien. Wenn man auf dem Boden steht, ergeben die Steine keinen Sinn; sie erschienen nur wie irgendwelcher Schotter. Aber von den hohen Stufen aus betrachtet wurden jene Steine zu einem Vogel, einem Baum oder einer Blume.“ In diesem Sinne hofft Aravena, die Architekturbiennale 2016 könne „eine neue Perspektive bieten, wie jene, die Maria Reiche von der Leiter aus hatte.“ Die Internationale Ausstellung hat eine Dramaturgie als Sequenz vom Zentralen Pavillon (Giardini) zum Arsenale und umfasst Arbeiten von 88 Teilnehmern aus 37 Ländern. 50 davon nehmen zum ersten Mal teil, und 33 beteiligte Architekten sind unter 40 Jahre alt. Einen anderen Schwerpunkt dieser Biennale bilden die 62 nationalen Präsentationen in den historischen Pavillons in den Giardini, im Arsenale und im historischen Stadtzentrum von Venedig. Fünf Länder nehmen erstmals teil: Jemen, Kasachstan, Nigeria, Philippinen, Seychellen. Hatte der Beitrag für den deutschen Pavillon 2014 den Bonner Kanzlerbungalow in einem 1:1 Nachbau thematisiert, so geht es 2016 um die städtebaulichen Erfordernisse für die Integration der Flüchtlinge in Deutschland, wie der Generalkommissar des deutschen Pavillons Peter Cachola Schmal erläuterte. Zum Konzept des deutschen Biennale-Auftritts gehört u.a. eine bereits frei geschaltete Datenbank mit architektonischen Lösungen für Flüchtlingsunterkünfte. www.labiennale.org

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