Berlin: James Simon Galerie eröffnet

18. Juli 2019 · Museen & Institutionen

Als Ergänzungsbau für das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel entwarf das Architekturbüro Chipperfield die James Simon-Galerie, die soeben eingeweiht wurde und künftig als Empfangsgebäude für die Museumsbesucher genutzt wird. Die Säulenanordnung des neuen Entrées spielt an den klassizistischen Stili an, welcher die Bauten auf der Museumsinsel prägte, als die preußischen Könige um 1840 damit begannen, zwecks „Erweckung und Erhöhung des Kunstsinns“ das Ensemble anzulegen – alle Baumaßnahmen auf der Insel waren allerdings erst 1930 beendet. Doch dann wurden die Gebäude im Zweiten Weltkrieg zu 70 Prozent zerstört. Der Wiederaufbau des Neuen Museums war erst 2009 beendet. James Henry Simon (1851-1932) war ein Unternehmer, der die Berliner Museen förderte. In kulturellen Dingen war er auch ein enger Gesprächspartner und Vertrauter von Kaiser Wilhelm II., und ihm hat u.a. das Ägyptische Museum die Übereignung der Nofretete-Büste zu verdanken.