Berlin: Museen dürfen ab 4. Mai wieder öffnen

22. April 2020 · Museen & Institutionen
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Nachdem seit Anfang dieser Woche bundesweit Galerien wieder öffnen dürfen und das österreichische Nationalkomitee des internationalen Museumsverbandes ICOM für die Museumslandschaft in Österreich den 18. Mai als wahrscheinlichen Wiedereröffnungstermin kommuniziert hat, gibt es nun auch aus der Hauptstadt Neuigkeiten: Ab dem 4. Mai 2020 lässt der Berliner Senat Wiedereröffnungen zu, allerdings nur unter strengen Hygieneauflagen und Distanzregeln. Rund 170 Museen gibt es in Berlin; Mitte März 2020 mussten sie wegen der Corona-Pandemie alle vorübergehend schließen. Welche Museen dann sofort und welche erst später ihren Betrieb wieder aufnehmen können, hängt davon ab, ob und wie schnell sie diese Auflagen umsetzen können. Theater bleiben in Berlin aber bis zum 31. Juli 2020 weiterhin geschlossen. Als der bayerische Ministerpräsident Markus Söder eine Absage des Münchener Oktoberfestes für diesen Herbst verkündete, zog der Berliner Senat nach: er verbot bis zum 24. Oktober 2020 alle Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen. Das betrifft den Berlin-Marathon, das betrifft aber auch große Kunstmessen, bei denen am Vernissagenabend dichtes Gedränge zwischen den Kojen herrscht. Die Berliner Art Week lockte zu ihren besten Zeiten 120.000 Besucher an. Deren Veranstalter und auch die der Messen Positions Berlin und Paper Positions Berlin (10.-13. September 2020) müssen sich mithin ebenfalls auf strikte Hygiene- und Distanzauflagen einstellen. Wo in anderen Bundesländern die Politiker mit Lockerungen noch zögern, machen sich der Deutsche Museumsbund und der Kritikerverband AICA für rasche Wiedereröffnungen stark. Beide verweisen auf die bisherigen Erfahrungen im Museumsmanagement, wo vor wertvollen und empfindlichen Exponaten schon immer Abstandsregeln galten.

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