Biennale Venedig: Goldener Löwe für Litauen und weitere Gewinner

13. Mai 2019 · Biennalen

Am 11.05. startete die 58. Biennale Venedig unter dem Titel „May You Live in Interesting Times“. Die von Ralph Rugoff kuratierte Hauptausstellung und die umliegenden Nationalpavillons lockten schon in den ersten Tagen tausende Besucher nach Venedig. Präferierter Anlaufpunkt: der litauische Pavillon, der am offiziellen Eröffnungstag den „Goldenen Löwen“ als Hauptpreis für den besten nationalen Beitrag gewann. Dort zeigt das Künstlerinnen-Trio Rugile Barzdziukaite, Vaiva Grainyte und Lina Lapelyte die Opern-Performance „Sun & Sea (Marina)“ mit einem künstlichen Strand als kritische Befragung des gängigen Lebensstil mit vielem Reisen, hemmungslosem Konsum und stressigem Arbeiten – eine Metapher „auf die Zerbrechlichkeit der Welt, den Klimawandel und das Artensterben“. Dabei wird die Diskrepanz zwischen idyllischer Strandaufnahme, spielenden Kindern und den mosaikartig ausgebreiteten Badetüchern und einer erschöpften Erde in den harmonischen Klängen und erschreckend bis aufrüttelnden Liedtexten widergespiegelt. Ein Video zur Opern-Performance des Gewinner-Pavillons finden Sie hier:

 

Der US-amerikanische Filmemacher Arthur Jafa bekam den Goldenen Löwen als bester Künstler für sein Video „The White Album“, zum Thema Rassismus überreicht. Der silberne Löwe für den vielversprechendsten Nachwuchskünstler der Hauptausstellung wurde zudem der zyprischen Künstlerin Haris Epaminonda verliehen, während der US-amerikanische Konzeptkünstler, Autor und Aktivist Jimmie Durham mit dem goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt wurde.

Des Weiteren ausgezeichnet wurden: Teresa Margolles und Otobong Nkanga für ihre künstlerische Leistung für die Hauptausstellung sowie Jos de Gruyter und Harald Thys für ihren Beitrag im Belgischen Pavillon. Die diesjährige Biennale läuft noch bis zum 24.11.2019. https://www.labiennale.org.

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