Biennale Venedig: Nordischer Pavillon mit Sami-Künstlerinnen und -Künstlern

15. Oktober 2020 · Biennalen

Auf dem Gelände der Biennale von Venedig unterhalten Schweden, Finnland und Norwegen einen gemeinsamen Länderpavillon in einem Bau aus dem Jahr 1962. Bei der nächsten Biennale 2022 wird dieser Pavillon ausschließlich von Künstlerinnen und Künstlern bespielt, die zum Volk der Sámi gehören. Der Pavillon in Venedig wird zudem auch in „Sámi-Pavillon“ umbenannt, um damit die Kunst und Kultur die indigenen Einwohner Nordeuropas zu würdigen. Das Siedlungsgebiet der Sámi erstreckt sich von Norwegen über Nordschweden und Nordfinnland bis nach Russland. Durch Umweltschäden, Raubbau an Rohstoffvorkommen, industrielle Überfischung der arktischen Gewässer und Restriktionen in der Rentierzucht ist ihre traditionelle Lebensweise in starkem Maße gefährdet. Insofern ist die Entscheidung für einen solchen künstlerischen Auftritt in Venedig ein Politikum, das zur Bewusstseinsschärfung für diese Problematik beitragen soll. Ausgewählt wurden der Künstler Anders Summa aus dem schwedischen Gebietsteil, die aus Norwegen stammende Künstlerin Máret Ánne Sara, die bereits an der Kasseler Documenta 2017 teilnahm, und die aus dem finnischen Teil stammende Theaterregisseurin Pauliina Feodoroff.

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