BVDG: Kritischer Kommentar zum Monitoring-Bericht

31. Juli 2023 · Galerien & Auktionshäuser
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Alljährlich erscheint der „Monitoringbericht Kultur- und Kreativwirtschaft“, basierend auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Umsatzsteuerstatistik. Die aktuelle Ausgabe dokumentiert die wirtschaftliche Entwicklung im Coronajahr 2021. Der Trend: „Die Software/Games-Industrie überragt – wie in den Vorjahren – mit knapp 57 Mrd. Euro Jahresumsatz sämtliche Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Der Kunstmarkt stellt mit 2 Milliarden Euro Umsatz die kleinste Einheit dar (2020: 1,4 Mrd)“.

Dass es im Kunstmarkt 44.000 Erwerbstätige gäbe, bezweifelt man beim BVDG-Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V.. Möglicherweise tauchen in der Statistik auch Personen auf, die einfach nur von sich behaupten, künstlerisch tätig zu sein, ebenso „die zahllosen kleinen Bilder & Poster-Shops sowie die Antik-Trödelläden.“ Dass auch in diesem Bericht auch die Museen mitgezählt werden, hält der BVDG ebenfalls für fragwürdig, denn „Eintrittskarten, Bücher und Merchandising-Artikel gehören keinesfalls in die Umsatzstatistik des Kunstmarkts“. Nichts desto Trotz: der Einzelhandel machte mit Kunst 2021 rund 767 Mill. Euro Umsatz, der Antiquitätenhandel 263 Mill. Euro. Der BVDG betont, dass man diese Summe in Relation sehen müsse, denn in London wurde kürzlich ein Bild von Gustav Klimt („Dame mit Fächer“) für umgerechnet 99 Millionen Euro versteigert: „Man mache sich diesen Vergleich einmal klar: An EINEM Abend wird EIN Bild in England für ein Achtel des Umsatzes mit Kunstgegenständen verkauft, der in Deutschland von Galerien und Kunsthändlern in einem ganzen Jahr erwirtschaftet wird!“ www.bvdg.de

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