Dóra Maurer mit 89 Jahren verstorben
Die ungarische Künstlerin und Filmemacherin Dóra Maurer, eine der prägendsten Protagonistinnen der Neo-Avantagarde, verstarb am 14. Februar 2026 im alter von 89 Jahren in Budapest. Dóra Maurer arbeitete in unterschiedlichen Medien, von Fotografie und Experimentalfilm zu Malerei und Druckgrafik, um Aspekte der Serialität und der Darstellung von Bewegung zu erkunden.
Die 1937 in Budapest geborene Künstlerin studierte von 1956 bis 1961 an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest und lebte ab 1967 für etwa 30 Jahre abwechselnd in Wien und Budapest. Zudem bereiste sie zahlreiche westeuropäische Länder, wodurch sie sich gut vernetzte. Ab 1990 lehrte sie an der Ungarischen Akademie der Bildenden Künste in Budapest, wo sie 2003 den Professorinnen-Titel erhielt. In ihrer künstlerischen Arbeit und Lehre setzte sich Maurer mit unterschiedlichen Formen des Experimentalfilms auseinander. Aspekte der Variation, Bewegung, Veränderung und Dokumentation prägten ihr Interesse.
Maurer erhielt zahlreiche Stipendien und Preise, darunter 2003 den ungarischen Staatspreis Kossuth und ein Jahrzehnt später, im Jahr 2013, den Preis Peter C. Ruppert für Konkrete Kunst in Europa.