Eintrittskartenbetrug im Pariser Louvre
Ein weiterer Kriminalfall rankt sich um den Pariser Louvre: Die Polizei ermittelt aufgrund eines Verdachts des Betrugs mit Eintrittskarten. Vermutlich wurde über die vergangenen zehn Jahre hinweg in einem Netzwerk ein groß angelegter Betrug begangen, der dem Museum einen Schaden von über zehn Millionen Euro verursacht haben könnte.
Am 10. Februar 2026 nahmen Pariser Ermittler*innen in diesem Zusammenhang neun Menschen fest und beschlagnahmten 1,4 Millionen Euro. Unter den Festgenommenen befinden sich zwei Beschäftigte des Louvre, Touristenführer*innen und eine Person, die unter Verdacht steht, das Betrugsnetzwerk organisiert zu haben.
Auf die Spur kam die Polizei über das Museum selbst, das Ende 2024 mit dem Verdacht eines betrügerischen Netzwerkes an die Beamten herantrat. Zuvor ist im Louvre ein Paar von Museumsführer*innen aufgefallen, die regelmäßig Tourist*innen mit denselben Tickets in die Räume brachte. Daraufhin wurde das Verhalten verschiedener Museumsführer*innen beobachtet und die Mutmaßung eines groß angelegten Betrugs unterschiedlicher Menschen verhärtete sich. Anhand von Überwachungen und Abhöraktionen bestätigte sich der Verdacht der Organisation von Gruppenführungen deren Teilnehmer*innenanzahl die Höchstzahl überschritt, wobei die zusätzlichen Teilnehmer*innen überhöhte Preise bezahlen mussten, deren Einnahmen die Führer*innen einbehielten.
Zudem soll es Fälle von Mehrfachverwendungen derselben Tickets, Ticketfälschungen sowie Schmiergeldzahlungen an Museumsmitarbeiter*innen für fehlende Kontrollen gegeben haben. Nun hat das Museum einen Plan zur Betrugsbekämpfung ausgearbeitet, der sowohl technische Maßnahmen als auch strengere Kontrollen vorsieht.