Florenz: Hackerangriff auf die Uffizien

Nachdem die Uffizien in Florenz Opfer eines Hackerangriffs wurden, wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. So wurden vorsichtshalber einige Exponate der 500 Jahre alten und einer der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt in den Tresorraum der italienischen Notenbank in Sicherheit gebracht, was vom Museum zwar bestätigt wurde, nach eigenen Angaben jedoch nicht mit dem Hackerangriff in Verbindung stünde, sondern wegen Renovierungsarbeiten sowieso geplant war. Es handelt sich dabei um Schmuckstücke aus der Schatzkammer der Großherzöge.
Gestohlen wurde nach Angaben des Museums nichts, jedoch gab es den Versuch Lösegeld mit den gestohlenen Daten zu erpressen. Vermutlich konnten Hacker seit Februar mehrfach in interne Datenbanken der Uffizien eindringen. Hierbei erbeuteten sie Passwörter, Zugangsdaten, Lagepläne und die Standorte der Überwachungskameras, wobei das Museum selbst dementiert, dass Passwörter gestohlen wurden.
Zudem kamen die Hacker wohl an die private Mobiltelefonnummer des Direktors Simone Verde, dem sie ihre Lösegeldforderung auf sein Privattelefon übermittelten. Die italienische Polizei und Staatsanwaltschaft wie auch Italiens Behörde für Cyber-Sicherheit ermitteln nun.
Dabei stellen die florentinischen Uffizien keinen Einzelfall dar, denn weltweit gibt es immer mehr Hackerangriffe auf Museen, deren Hintergründe schwer einzuschätzen sind.
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