Frankreich stellt Hans Baldung Grien-Zeichnung unter Kulturgutschutz
Kurz vor der geplanten Versteigerung der wiederentdeckten Porträt-Zeichnung des Renaissancemalers Hans Baldung Grien stellen die französischen Behörden das Werk unter Kulturgutschutz. Das Blatt aus dem Jahr 1517, das nun Hans Baldung Grien zugeschrieben wird, stellt nach aktuellem Kenntnisstand das einzige Silberstiftporträt in Privatbesitz dar.
Es gibt noch weitere Blätter in öffentlichen Sammlungen, beispielsweise in Berlin und Karlsruhe. Die elsässische Familie, in deren Besitz sich die Zeichnung bislang befindet, lieferte das Werk vor wenigen Wochen im Pariser Auktionshaus Drouot ein, wo es auf einen Preis zwischen 1,5 bis 3 Millionen Euro geschätzt wurde. Eigentlich sollte das Blatt am 23. März 2026 während dem Pariser Salon du Dessin im Palais Brongniart, einer bedeutenden Messe für Papierarbeiten, versteigert werden. Doch ganz kurzfristig stufte das französische Kulturministerium die Baldung-Zeichnung als nationales Kulturgut ein, sodass es nicht auktioniert werden konnte. Stattdessen möchte die Regierung nun über einen direkten Erwerb der Arbeit mit den Eigentümer*innen verhandeln, um den Schutz, die Erforschung und die Sichtbarkeit der Arbeit unter den für Papierarbeiten angemessenen Voraussetzungen gewährleisten zu können.
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