Führungen zu Klimt-Deckengemälden im Wiener Burgtheater
Im Zuge ihrer Renovierung können bis Juni 2026 die Deckengemälde des berühmten österreichischen Malers Gustav Klimt im Wiener Burgtheater im Rahmen von Sonderführungen aus der Nähe betrachtet werden. In kleinen Gruppen von maximal zehn Personen können die Burgtheater-Feststiegen erklommen werden, um die Deckengemälde von Gustav und Ernst Klimt sowie Franz Matsch zu studieren.
Gemeinsam erhielten die drei Künstler noch in jungen Jahren den Auftrag, die zehn zentralen Gemälde der Feststiegen des im Jahr 1888 eröffneten Hofburgtheaters auszugestalten. Nach nur einem Jahr stellten die drei Künstler die Deckengemälde fertig und gelangten unter anderem dadurch in Wien zu Berühmtheit.
Insbesondere die vier von dem damals 24-jährigen Gustav Klimt gemalten Deckenbilder locken heutige Besucher*innen in die 90-minütigen Sonderführungen, die jedoch noch nicht in seinem erst später entwickelten typischen Stil ausgeführt sind. Dargestellt sind in den großen Werken insbesondere Szenen aus der Theatergeschichte von der Antike bis zum 18. Jahrhundert. Doch auch ein Selbstporträt Klimts ist zu finden.
Die Prunktreppenhäuser wurden damals vor allem von Kaiser Franz Joseph und seinem Gefolge sowie den nachfolgenden Regenten verwendet. Obwohl große Teile des Theaters im Krieg zerstört wurden, blieben die Feststiegen unversehrt. Nachdem die Deckengemälde bei einem Wasserschaden im vergangenen Jahr beschädigt worden waren, begann eine Rettungsaktion der Restaurator*innen, die nun abgeschlossen wird. Solange eines der Gerüste für die Arbeiten noch steht, können die Deckengemälde aus ungewohnter Nähe innerhalb der gesonderten Führungen mit festem Schuhwerk von trittsicheren Personen betrachtet werden.