Gerhard Richter erweitert „Atlas“

28. Juli 2019 · Aktionen & Projekte
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Seit 1962 hat Gerhard Richter eine Ansammlung aus Bildern zusammengetragen und diese 1965 als „Atlas“ bezeichnet sowie seither kontinuierlich erweitert. Ausgangspunkt sind Zeitungsausschnitte, Fotografien und Skizzen. Dazu schrieb Reinhard Ermen in „Kunstforum“ Bd. 107: „Dieser… Bildatlas ordnet seine Landschaften nach Motiven und faßt sie in Tafeln zusammen: Wolken zu Wolken, Gipfel zu Gipfel, Eisberge zu Eisbergen, Tafel hängt an Tafel. Der Rhythmus dieser Folgen ist das Ostinato, zuweilen irritiert durch leichte Verschiebungen, etwa wenn eine Skizzenfolge großzügiger gerahmt ist oder wenn eine 16er Sequenz auf eine 9er Batterie stößt. Die tafelweisen Motivreihungen ergeben gleichschwingende Farbklänge, denn die Wolken klingen ähnlich, die Gipfel, die Eisberge. Folgerichtig zeigt Richter nicht nur Fotos, die Vorlage gewesen sein könnten, sondern auch Fotostudien seiner Gemälde (auch die klingen, in Tafeln gefaßt, gleich) sowie Studien zu seinen Farbtafeln…“ 1996 wurde der „Atlas“ für die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München erworben und umfasste damals die Tafeln 1 bis 472 aus den Jahren 1962 bis 1989. Nach mehrfachen Erweiterungen im Laufe der Jahre hat Gerhard Richter das Konvolut im Lenbachhaus jetzt um weitere acht Tafeln ergänzt: „Die acht Tafeln zeigen Entwürfe und Raumskizzen für die Projekte der letzten Jahre: – Entwürfe und Raumskizzen für sein Werk ‚Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel‘ in der Dominikanerkirche in Münster – Materialien zur Entstehungsgeschichte und Bearbeitung des weltweit beachteten Bilderzyklus ‚Birkenau‘- Entwürfe für die drei Chorfenster für St. Mauritius in Tholey, Saarland“.

Dazu in Band 107 erschienen:

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