Glaube auf Kuba

24. Mai 2019 · Aktionen & Projekte
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Da Karl Marx der Ansicht war, „Religion“ sei „Opium fürs Volk“, förderten die sozialistischen Gesellschaften des 20. Jh. offiziell eher einen Atheismus und Areligiosität. Dass aber auch 60 Jahre nach der Revolution auf Kuba dort immer noch und weiterhin die unterschiedlichsten Glaubensströmungen lebendig sind, beweist die Kölner Michael Horbach Stiftung mit ihrer aktuellen Ausstellung „Glaube auf Kuba“: Bis zum 3. Juli 2019 dokumentieren sieben Fotografen, wie dort religiöses Leben zelebriert wird. Sven Creutzmann hat mit der Kamera festgehalten, wie die in drei Gemeinden organisierten kubanischen Juden ihre rituellen Feste feiern. Fidel Castro habe sich persönlich immer dafür eingesetzt, dass es auch in den größten Krisenzeiten koscheres Fleisch zu kaufen gab, heißt es. Auch 3.000 Muslime praktizieren auf Cuba ihren Glauben, wie die Fotos von Joan Alvado zeigen. Aran Chang Castan fotografierte die mystischen Rituale und die Opfergaben der afro-cubanischen Abakuá-Anhänger; ebenfalls stark verbreitet und afro-cubanischen Ursprungs ist die von Creutzmann dokumentierte Santeria-Religion. Kubanische Christen sind nicht nur Katholiken, sondern haben sich auch in protestantischen Gemeinden zusammen gefunden – ihre Zeremonien hat Alfredo Sarabia junior fotografiert. Raul Cañibano hielt den spirituellen „San Lazaro Kult“ im Bild fest. Bei den Bildern von Karl Haimel kann man sehen, dass man sich die Knie dick mit Verbandmaterial umwickeln muss, wenn man nach alter Sitte den Pilgerweg zum Santuario am Boden entlang rutschen will, um sich auf diese Weise einem selbst auferlegten Leiden hinzugeben.http://www.michael-horbach-stiftung.de

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