Großer Kunstpreis Berlin für Meredith Monk
Meredith Monk wird mit dem Großen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste ausgezeichnet (15.000 Euro). Die Verleihung des Preises wird am 18. März 2026 in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin stattfinden.
Der Preis wird turnusmäßig in einer der sechs Sparten der Akademie vergeben; diesmal in der Sparte Musik. Monk ist Komponistin, Sängerin, Tänzerin, Filmemacherin und Choreographin. Sie gilt als Vorreiterin der vokalen Performancekunst und der “extended vocal techniques”, einer in den 1960er und 70er Jahren in den Vereinigten Staaten maßgeblich von Frauen initiierten, neu entstandenen Kunstform.
Meredith Monk hat neue Opern, Musiktheater, Filme und Installationen geschaffen, die ihr Zentrum in einem interdisziplinären Performanceansatz haben. Mit diesem Ansatz hat sie schon sehr früh neue Perspektiven für Komposition und Notation eröffnet, die Generationen prägten. Bahnbrechend war bereits ihr Werk Quarry: an opera in three movements (1976).
Am Samstag, den 21. März 2026, wird das Werk der Preisträgerin Meredith Monk im Rahmen des Eröffnungswochenendes von MaerzMusik – dem Festival für zeitgenössische Musik der Berliner Festspiele – mit drei Veranstaltungen gewürdigt: In einem Konzert auf der großen Bühne im Haus der Berliner Festspiele wird Meredith Monk mit Katie Geissinger und Allison Sniffin Werke aus ihrem über sechs Jahrzehnte währenden künstlerischen Schaffen präsentieren. Gerahmt wird das Konzert durch zwei Filmaufführungen: Monk in Pieces (Dokumentarfilm, 2025) und Book of Days (Regie: Meredith Monk, 1988).
Neben dem Großen Kunstpreis Berlin werden am 18. März die sechs Kunstpreise Berlin in den künstlerischen Sektionen verliehen. Sie gehen an die in der Ukraine geborene Künstlerin Daria Chernyshova (Bildende Kunst), die palästinensischen Architekten Elias und Yousef Anastas aus Bethlehem und Paris (Baukunst), die schwedische Sängerin (Sopran), Komponistin und Vokalistin Sofia Jernberg (Musik), die deutsche Schriftstellerin Jayne-Ann Igel (Literatur), den österreichischen Künstler Matthias Jakisic (Darstellende Kunst) und an das unabhängige Filmkunstkino FSK Kino Berlin (Film- und Medienkunst). Die Preise sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.
Dazu in Band 294 erschienen: