Hauptstadtkulturfonds: Statement gegen politische Einflussnahme

Die Jury des Hauptstadtkulturfonds wendet sich gegen Einschüchterung und politische Einmischung in Jurierungsprozesse.
In einem öffentlichen Statement positioniert sich die Jury des Hauptstadtkulturfonds gegen eine „politische Einmischung in die Arbeit unabhängiger Fachjurys“. Dabei sprechen sie auch von einer Beschädigung der Demokratie, da unabhängige Jurys ein institutioneller Schutz der Kunstfreiheit nach Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz (GG) in der öffentlichen Kulturförderung seien.
Zur Rolle von Jurys heißt es: „Sie sichern, dass Entscheidungen aus fachlicher Pluralität, kollektiver Verantwortung und mit Abstand zu parteipolitischer Opportunität getroffen werden. Wer solche Jurys nachträglich korrigiert, delegitimiert oder politisch übersteuert, greift nicht nur einzelne Entscheidungen an, sondern unterläuft den Schutzraum freier Kunst.“
Der Hauptstadtkulturfonds besteht seit 1999 zur Förderung von für Berlin bedeutsamen Einzelprojekten und Veranstaltungen, die nationale Ausstrahlung besitzen oder besondere Innovation zeigen. Hierfür stehen jährlich bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung. Der Archäologe Hermann Parzinger ist seit Februar 2026 Kurator des Hauptstadtkulturfonds.
Dazu in Band 307 erschienen:
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