Heldenplatz-Anarchie

16. November 2016 · Aktionen & Projekte
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Globalisierung der Wirtschaft und der Ausbreitung von Rechtspopulismus in Europa und Nordamerika? Auf der einen Seite bekämpfen linke Globalisierungsgegner wie Attac die Auswüchse eines neoliberalen Turbokapitalismus, auf der andere Seite schüren rechte Politiker die Ängste derjenigen, die sich als Modernisierungs- und Globalisierungsverlierer fühlen, weil sie um ihre Arbeitsplätze fürchten und weil das rasante Tempo gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen sie überfordert. Vor diesem Hintergrund der aktuellen Zeitstimmung hat der österreichische Künstler Franz Wassermann vor einem Jahr in Wien die Performance „Heldenplatz Anarchie“ aufgeführt: 50 Akteure trugen Fahnen in der Optik einstiger Nazi-Flaggen, auf denen die Namen multinationaler Konzerne aufgedruckt waren. Jetzt lud der Kurator Vasja Nagy den Künstler zur Teilnahme an seinem Projekt „ART IN SUITCASE
 Between Image and Mind“ ein. Wassermann durfte ein Video von der Perforance und einige dieser Fahnen bei zwei Ausstellungen in Mexico D.F. (Mexico-City) und Oaxaca City zeigen. Franz Wassermann: „Auf diese Weise werden historische Verbindungslinien zwischen Österreich und Mexiko sichtbar gemacht: Einerseits die Herrschaft des Habsburgers Maximilian I, der gegen den Willen des mexikanischen Volkes zum Kaiser von Mexiko gekrönt wurde, andererseits ein Schreiben aus dem Jahr 1938, mit dem Mexiko als einziges Land der Welt beim Völkerbund in Genf gegen den ‚Anschluss‘ Österreichs an Hitler-Deutschland Protest einlegte.“

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