Hildesheim: Ausstellung endet vorzeitig

16. Juli 2016 · Museen & Institutionen
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Eigentlich sollte die Ausstellung „Schätze für den Kaiser“ im Hildesheimer Roemer- und Paelizaeus-Museum noch bis zum 8. Januar 2017 laufen. Viele der Exponate, die zwischen dem 14. und dem frühen 20. Jh. entstanden, wurden noch nie öffentlich gezeigt. Fast alle Werke satammen aus der kaiserlichen Manufaktur, darunter auch zwei Kupfer-Löwen, die früher einmal  der Opernsängerin Maria Callas gehörten. Prozent der kostbaren Ausstellungsstücke sind Leihgaben aus zwei Sammlungen in  Privatbesitz. Da im August 2016 die Neufassung des Kulturgutschutzgesetzes in Kraft tritt, zogen jedoch jetzt die Sammler ihre Leihgaben wieder ab – die Ausstellung schließt daher bereits am 25. Juli 2916. Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz „zeigt sich betroffen, kann die Entscheidung der Sammler aber nachvollziehen: ‚Selbstverständlich verstehen wir die Ängste unserer Leihgeber, die sich absichern und ihr Eigentum schützen wollen. Ihre Entscheidung haben sie sich nicht leicht gemacht und bedauern sie sehr…'“ Jetzt muss die Museumsleitung schnellstens eine Ersatzlösung für die noch verbleibende Ausstellungsdauer finden. Die Gesetzesverschärfung soll den illegalen Kunsthandel unterbinden, doch viele Sammler fürchten eine Enteignung oder zumindest einen starken Wertverlust, wenn ihr Kunstbesitz zum nationalen Kulturgut erklärt und eine Ausfuhr untersagt wird. Für das Hildesheimer Museum ist damit auch der internationale Leihverkehr mit Partnermuseen im Ausland erheblich behindert. Auch sonst ist eine große Verunsicherung bei Museumsleuten und bei Privatsammlern spürbar. So hat z.B. ebenso die Münchener Sammlerin Ingvild Goetz kürzlich in einem Interview erklärt, sie erwäge, einige frühe Stücke aus ihrer Sammlung möglicherweise im Ausland zu deponieren. www.rpmuseum.de/

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