Kaiserring der Stadt Goslar 2026 geht an Gabriele Stötzer
Gabriele Stötzer erhält den Kaiserring der Stadt Goslar 2026. Die Verleihung findet am 10. Oktober in der Aula regis der Goslarer Kaiserpfalz statt.
Gabriele Stötzer wurde 1953 in Emleben geboren und erforscht in ihrem Werk Rollenzuschreibungen. Sie untersucht kritisch Machtverhältnisse, insbesondere jene, die in der Zeit der DDR vorherrschten.
In ihrer Begründung schreibt die Kaiserring-Jury über die Preisträgerin: „Mit der Verleihung des Goslarer Kaiserrings an Gabriele Stötzer wird eine wichtige Persönlichkeit gewürdigt, welche durch ihre Vorreiterrolle im Bereich des künstlerisch-aktivistischen Arbeitens schnell zu einem zentralen Vorbild für jüngere (weibliche) Künstlerinnengenerationen avancierte. Gabriele Stötzer steht nicht nur für ein experimentelles, hochqualitatives Oeuvre, sondern hat wegweisend im Bereich der Vernetzung und Kollaboration agiert. Wichtige Aspekte ihrer frühen Arbeiten – wie das Gegenüberstellen des Individuums und der Masse – gewinnen heute wieder an Brisanz und verleihen ihrem Werk erneut eine ganz eigene Aktualität.”
Der Kaiserring wird seit 1975 verliehen. Der Preis ist undotiert, gilt aber als eine der wichtigsten Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Die ersten Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter, Nam June Paik, Christo, Cindy Sherman, Jenny Holzer, Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson und Barbara Kruger. Vor Gabriele Stötzer erhielten in den letzten drei Jahren Vadim Zakharov und Yuri Albert, Miriam Cahn und zuletzt Katharina Fritsch den Preis.
Dazu in Band 302 erschienen: