KHM Köln: „Intelligenz des Künstlerischen“

8. Dezember 2016 · Hochschulen
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Prof. Hans-Ulrich Reck moderiert am 25. Januar 2017 (19 Uhr) in der KHM-Kunsthochschule für Medien Köln ein Gespräch zwischen Oswald Wiener und Friedrich Wolfram Heubach über „Die künstliche Intelligenz und die Intelligenz des Künstlerischen“. Dies lediglich als technische oder maschinelle Konstrukte nach menschlichem Vorbild zu begreifen, „erweist sich als unzureichend. Die Frage drängt sich auf: Wenn für ‚Intelligenz‘ bedingend ist, dass nicht nur ein Können angewandt wird, sondern ein ‚Verstehen‘, also eine Einsicht in Strukturbedingungen notwendig ist, was für Konsequenzen daraus ergeben sich für die Debatte um ‚KI’… Wie differenziert sich ‚KI‘, wenn man Erfahrungen und Sondierungen aus den Künsten einbezieht?“ Oswald Wiener hat lange Jahre naturwissenschaftlich orientierte Erkenntnistheorien und Ästhetiken erforscht. Seine „Denkpsychologie“ hat er u.a. auch in seiner jüngsten Publikation „Selbstbeobachtung“ (Suhrkamp 2015) dargelegt. Heubach war zuletzt Psychologie-Profesor an der Kunstakademie Düsseldorf und gab die legendäre Kunstzeitschrift „Interfunktionen“ heraus. Beide halten an den Tagen vor und nach diesem Gespräch auch Vorträge: am 24. Januar 2017 spricht Oswald Wiener über „Intelligenz und Intelligenz-Ersatz“. Dazu heißt es: „Wir wissen nicht viel davon, wie Menschen zu ihren Einsichten kommen, und wir verstehen die Arbeitsweise der neuen Maschinen umso weniger, je erfolgreicher sie arbeiten. Damit erhalten alte Fragen eine neue Schärfe und eine neue Dringlichkeit. Ich versuche einen Beitrag zu der in Fachkreisen angelaufenen Diskussion vom Gesichtspunkt der Selbstbeobachtung her…“ F,W. Heubach widmet seinen Vortrag am, 26. Januar 2017 dem Thema „Traum vs. Bild“. „Wieso die Bilder von Träumen so wenig vom Träumen zeigen, – zur irreführenden Rede von „Traum-Bildern“ wie überhaupt von „inneren Bildern“. Einige Bemerkungen zum imaginären Sehen, nicht zuletzt über diese Not, es im Medium Bild zu veranschaulichen, – Wie groß die ist und wie erfinderisch sie machen kann, wird in Ingrid Wieners Zeichnungen zu ihren Träumen sichtbar und an einigen exemplarisch verdeutlich werden.“ Begleitend zu dem Veranstaltungkomplex findet am 26. Januar 2017 im Glasmoog-Raum der KHM die Vernisage zur Ausstellung von Ingrid Wiener „Traumbilder und Gobelins“ statt. Die Künstlerin beschäftigt sich seit 1995 mit Traumaquarellen und sagt zu ihren Arbeiten: „Meine Traum-Aquarelle sind das Resultat von Versuchen, verschiedene im Traum erlebte aber nicht erfasste Stimmungen oder Körperempfindungen durch bildliche Darstellung zu artikulieren. Dabei stelle ich in Rechnung, dass die Natur der als visuell supponierten Komponenten des Träumens umstritten ist.“ www.khm.de

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