Köln: Stipendium für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler ausgeschrieben

18. Februar 2026 · Ausschreibungen

Der Support Artists in Exile e. V. bietet geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern aus der ganzen Welt, die durch Krieg, Verfolgung oder politische Umstände in ihrer Freiheit eingeschränkt sind, Raum und Perspektive. Bewerbungen um ein Atelierstipendium in Köln sind bis zum 1. April möglich.

„Überall in der Welt werden Freiheitsräume kleiner oder verschwinden. In der Folge können zahlreiche Künstlerinnen und Künstler in ihren Heimatländern ihre Werke weder schaffen noch zeigen. Darum haben wir Support Artists in Exile e. V. gegründet“, heißt es in der Ausschreibung des Vereins. Daher wird nun im Herzen Kölns, am Römerturm 15, ein Atelier mit Ausstellungsfläche für Malerei, Bildhauerei und Fotografie, Stipendiat*innen zur Verfügung gestellt. Über zwei Jahre arbeiten jeweils zwei Stipendiat*innen drei Monate im Atelier, erhalten monatlich 1.000 Euro für Material und präsentieren ihre Werke in einer Ausstellung. Insgesamt entstehen sieben Einzelausstellungen sowie eine große gemeinsame Abschlussausstellung. Begleitet werden diese von Katalogen und Pressearbeit.

Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler, die unverschuldet in ihrer künstlerischen Freiheit eingeschränkt sind, sich aktuell in Europa aufhalten und eine künstlerische Ausbildung nach den Regeln ihres Herkunftslandes abgeschlossen haben. Aufenthaltstitel, Wohnung und Lebensunterhalt müssen selbst organisiert werden. Wer sich um das Stipendium bewerben möchte, kann seine Unterlagen an application@artistsinexile.de senden.

Die Jury, welche die Künstler*innen auswählt, besteht aus Dr. Sylvia Metz, Grundsatzreferentin für Kunst und Kultur im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie stellvertretende Leiterin des Grundsatzreferats, Björn Geldhof, belgischer Kurator und Kunstmanager, der für seine Arbeit an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und gesellschaftlichem Diskurs bekannt ist und als künstlerischer Direktor des PinchukArtCentre in Kiew tätig ist, sowie Dr. Michael Krajewski, deutscher Kunsthistoriker, Kunstkritiker, Kurator und KUNSTFORUM-Autor. Sie entscheiden gemeinsam nach künstlerischer Qualität und den inhaltlichen Kriterien des Projekts, wer die Stipendien antreten darf.

Weitere Informationen: www.artistsinexile.de

Dazu in Band 274 erschienen:


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