Krefeld: Gregor Schneider in Haus Esters

30. April 2025 · Museen & Institutionen
Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Auf Einladung der Kunstmuseen Krefeld hat Gregor Schneider speziell für Haus Esters ein auf den Ort bezogenes Projekt realisiert. جريجور شنايدر Welcome مرحباً  ist vom 04. Mai bis zum 21. September 2025 zu sehen.

Für die Arbeit Haus Alhmam Aldaas hat Schneider eine syrische Familie eingeladen, das Museum für eine gewisse Zeit zu bewohnen. Der Mann war 2015 vor dem Krieg geflohen, seine Frau folgte ihm später. Ihre beiden Kinder wurden in Deutschland geboren. Nach ihren Bedürfnissen und ästhetischen Vorstellungen hat sich die Familie im Erdgeschoss von Haus Esters eingerichtet. „Die Zimmer und der Garten waren erfüllt von Leben, von den Stimmen der Kinder, dem Geruch nach Essen und den täglichen Verrichtungen der Bewohner*innen“, heißt es im Ausstellungstext. Während die Familie im Haus Esters lebe, war es als Museum für die Öffentlichkeit unzugänglich. Nun ist die Familie wieder ausgezogen und das Ausstellungsprojekt eröffnet am 04. Mai. „Mit der Familie verschwanden Möbel, Gegenstände, Stimmen. Was bleibt, sind Tapeten, Vorhänge, kleine Spuren – und eine leere, die Fragen aufwirft. Wo ist die Familie jetzt? Was geschieht mit einem Haus, das nicht mehr bewohnt, sondern wieder museali­siert wird? […] Was geschieht mit einem Museum wie Haus Esters, wenn es von Menschen mit anderem kulturellen Hinter­ grund bewohnt wird?“

Bereits 1994 hatte Gregor Schneider seine erste Museumsausstellung im Haus Lange, und im Jahr 2000 erkundete er das Gartenhaus von Haus Esters. Schneiders „Totes Haus u r“ wurde 2001 auf der Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
www.kunstmuseenkrefeld.de

Dazu in Band 300 erschienen:

Bookmark (0)
Please login to bookmark Close

Weitere Nachrichten


DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Rosenzart leuchtet das Firmament: Canalettos Gemälde Venedig, der Bucintoro am Himmelfahrtstag an der Mole wurde von Christie’s New York für USD 30.535.000,— versteigert, © CHRISTIE’S IMAGES LTD. 2026

Fragen zur Zeit

Canalettos Himmel, und warum Jackson Pollock noch aktuell ist

Anne Imhof, Sex, 2023, Performance, Rauminstallation, Courtesy: Galerie Meyer Kainer, Wien / Galerie Buchholz, Berlin, Foto: © Anne Imhof

Das inszenierte Selbst

Autofiktion in der Gegenwartskunst

Carolee Schneemann, Interior Scroll, 1975, Performance, © Carolee Schneemann Foundation / Courtesy: Lisson Gallery und P•P•O•W, New York; Estate of Carolee Schneemann / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: © Peter Moore

Autofiktion in Körper und Gesamtkunstwerk

Entwicklungen einer performativen Selbstüberschreibung

IRWIN, Corpse of Art, 2003–2004, Öl, Leinwand, Holz, Vase mit frischen Lilien, unterschiedliche Dimensionen, geschenkt durch Künstler*innen 2025, Ways of Seeing, Ausstellungsansicht, Muzeum Sztuki in Łódź, Courtesy: Muzeum Sztuki w Łodzi, Foto: Anna Zagrodzka

Bury or Recover the Self?

Über Cathie Pilkington im Freud Museum London und Ways of Seeing im Muzeum Sztuki, Łódź

Agata Słowak, Dzieci Niczyje / No Man’s Children, 2024, Öl auf Leinwand, 130 × 100 cm, Foto: Hannah Mjølsnes

Would you like to eat my heart?

Malerei und Autofiktion im Werk von Agata Słowak.

Ruine München Companions, Conversation Piece, 2023, Foto: Constanza Meléndez

Fragmentarisches Geschichtenerzählen als kuratorisch-künstlerische Praxis im öffentlichen Raum

von Lisa Alice Klosterkötter

Kontaktabzug, Meret Oppenheim fotografiert von Lynne Tillman, Lynne Tillman Papers, NYU Fales Library and Special Collections, Box 9, Ordner 13: Meret Oppenheim

Zwischen den Zeilen

Meret Oppenheim und Lynne Tillman

Kaare Ruud, Weather Forever, 2025, Ausstellungsansichten, Hordaland Kunstsenter, Bergen, Foto: Hordaland Kunstsenter

Wash time free of pastness

Autofiktion in den Arbeiten von Kaare Ruud

Michaela Spiegel, V24_2 / 1, Polaroid, 107 × 88 mm, 2001, Courtesy: die Künstlerin

Bildstrecke

Matthew Barney, CREMASTER 5, 1997, Produktionsaufnahme, © Matthew Barney, Courtesy: der Künstler und Gladstone, New York, Brüssel und Seoul, Foto: Michael James O’Brien.

Matthew Barney

Zwischen narrativer Form und Objektform

Carina Brandes, Ohne Titel (CB088), 2011, Handabzug auf Barytpapier, 22,5 × 29,9 cm, Courtesy: BQ, Berlin

Carina Brandes

Das Weg-nehmen, was schön ist

Zuza Golińska, Mud, Muck, Marsh, 2025, Performerin: Anna Steller, Museum für Moderne Kunst, Warschau, 23.2.2025, Foto: Pat Mic

Zuza Golińska

Schreiben als Selbst-Positionierung in der Bildhauerei

Rinus van de Velde, And when the cigarette smoke slowly but surely drifts away, …, 2024, Kohle auf Leinwand, 180 × 240 cm, Courtesy: Tim Van Laere Gallery, Antwerpen – Rom

Rinus van de Velde

Autofiktion im Medium der Zeichnung

George Condo im Gespräch, Filmdokumentation für die Ausstellung des Musée d’Art Moderne de Paris, 2025, @mamvp, Paris Musées, © Pierre Antoine

George Condo

Meine Identität ist, wer ich nicht bin

Anna Jermolaewa, Please Continue (after Stanley Milgram), 2026, Neonbuchstaben, 99 × 200 cm, Courtesy: die Künstlerin und Galerie Molitor, Berlin, Foto: Choreo

Anna Jermolaewa. You can count on me

Galerie Molitor

7.2.–18.4.2026

David Lynch, Billy (and His Friends) Did Find Sally in the Tree, 2018, Mixed Media Gemälde, 167,6 cm × 167,6 cm, © The David Lynch Estate, Courtesy: Pace Gallery

David Lynch. On View

Pace Gallery

29.1.–29.3.2026

Philip Montgomery, The Viewing, Kettering, Ohio, 2017 © Philip Montgomery

Philip Montgomery American Cycles

American Cycles

PHOXXI, Deichtorhallen

28.11.2025–10.5.2026

Rosanna Graf, Alraune (solo), 2020, Objekt, Samt, Foto: Jens Franke

Die andere Seite der Nacht

Dortmunder Kunstverein

15.2.–17.5.2026

Jelena Bulajić, After Sugimoto, 2023, Gemsbok, Acryl, Farbstift, Grafit auf Leinwand, 42,1 × 54,4 cm, Courtesy: Jelena Bulajić und carlier | gebauer, Foto: T.W. Kuhn

Jelena Bulajić untitled (after)

untitled (after)

Kunsthalle Münster

13.12.2025–29.3.2026

Renate Bertlmann, Farphalla Ventilata, 2003 / 2024, Mixed media, Vibrator und Ventilator, Stahlblech, Federn, Kunststoff, 185 × 50 × 50 cm, © Renate Bertlmann, Foto: Mareike Tocha / Galerie Gisela Clement

Renate Bertlmann Im Visier

Im Visier

Galerie Gisela Clement

24.1.–31.3.2026

Britta Marakatt-Labba, Riegádahttin / Giving Birth / Geburt, 1983, Handstickerei und Applikation auf Leinen, Wollgarn, 29,2 × 45,5 cm, mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin und KORO – Public Art Norway, Oslo, Foto: Norbert Miguletz

Britta Marakatt-Labba Stitched Tracks

Stitched Tracks

Kunsthalle Mainz

30.1.–26.7.2026

Porträt Anna Barham, Foto: Carmela Thiele

Anna Barham delirious mantra

delirious mantra

Badischer Kunstverein

13.2.–14.6.2026

Ausstellungsansicht, Iman Issa. Lass uns spielen, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, 2025, Foto: Lukas Schramm, Lenbachhaus

Iman Issa Lass uns spielen

Lass uns spielen

Lenbachhaus

24.11.2025–12.4.2026

VENEDIG
BIENNALE