Kritik an Fassaden-Zitaten von Bremer Buchhandlung „Golden Shop“

17. März 2026 · Kulturpolitik
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In der Debatte um den verwehrten Buchhandlungspreis sorgt nun die Fassade des Bremer Buchladens „Golden Shop“ um weitere Diskussionen, zu denen sich die Anwältin, die die Buchhändler*innen vertritt, äußert. An der Hausfassade des Buchladens finden sich zahlreiche Sprüche, wie: „Deutschland verrecke bitte“, was ein Zitat der Punk-Band „Slime“ ist, wie die Anwältin Lea Voigt mitteilte. Sie hält die Kritik an der Hausbemalung für ein „durchsichtiges Ablenkungsmanöver“ gegenüber den Geschehnissen um Kulturstaatsminister Weimer.

Zudem verweist Voigt auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das das Zitat aus dem Song auf dem Heine-Gedicht „Die Schlesischen Weber“ von 1844 beruhe. Da es auch nicht das einzige Zitat sei, ist die Hausfassade ein künstlerisches Projekt, das Aussprüche aus Literatur, Musik und Film verbinde. Neben der Liedzeile von „Slime“ finden sich auch Zitate von Karl Kraus und Marshall McLuhan. Die Angriffe auf den Buchladen pariert Anwältin Voigt daher mit Kritik am Bildungskanon und wendet sich direkt gegen Wolfram Weimer: „Wer Zitate berühmter Philosophen wie Marshall McLuhan und Karl Kraus nicht erkennt und deshalb auch die anderen Zitate nicht in einen künstlerischen Kontext einordnen kann, ist in dem Amt eine Fehlbesetzung.“

Dazu in Band 307 erschienen:

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