Leuchtturmprojekt: Kunstort Synagoge Stommeln

25. Februar 2026 · Aktionen & Projekte

Nachdem bereits zahlreiche namhafte Künstler*innen von Sol LeWitt, Lawrence Weiner, Daniel Buren, Mauricio Cattelan über Rosemarie Trockel bis zu Gregor Schneider besondere Ausstellungsprojekte für die Synagoge entwickelt haben, haben die Gremien der Stadt Pulheim nun beschlossen, dass das Kunstprojekt Synagoge Stommeln nicht nur fortgesetzt, sondern auch auf eine breitere Basis gestellt wird und aufgrund seiner besonderen Relevanz mehr Gewicht erhält.

Dabei sollen drei Säulen das neue Programm prägen und das Haus auch für ein jüngeres Publikum attraktiv machen. Als neues Leuchtturmprojekt wird in der Synagoge Stommeln ein jährliches künstlerisches Projekt mit einem Vortragsprogramm verbunden und zudem noch verschiedene Performances sowie Interventionen über das Jahr hinweg stattfinden. Dabei wird das Projekt durch einen Kunstbeirat sowie die „Initiative für zeitgenössische Kunst und Musik in Pulheim“ unterstützt, um vorhandene Netzwerke und Kontakte zu nutzen.

Während die Intendanz und künstlerische Leitung weiterhin bei der Verwaltung liegen, setzt sich der neue Kunstbeirat unter anderem aus dem Konzeptkünstler und Professor für public art Mischa Kuball, der Professorin für Kunstgeschichte Ursula Frohne, dem Vorstandsmitglied der Stiftung „Der bewohnte Garten“ Christina Wimmer, der Geschäftsführerin der Stiftung Kunstfonds Karin Lingl und der Vorsitzenden der „Initiative für zeitgenössische Kunst und Musik in Pulheim“ Luzia Kilias zusammen.

Das Kunstprojekt Synagoge Stommeln in einer der wenigen deutschen Synagogen, die während der Pogrome von 1938 nicht zerstört wurden und noch immer stehen, wurde im Jahr 1990 von dem damaligen Kulturdezernenten Dr. Gerhard Dornseifer ins Leben gerufen. Seit 1991 wird jährlich ein*e Künstler*in eingeladen, in künstlerischen Dialog mit der Architektur und seiner Geschichte zu treten.

Der Bürgermeister der Stadt Pulheim Frank Keppeler erläutert die Zielsetzung des Projektes: „Ziel ist es, nicht nur die hohe Qualität der Kunstprojekte auch zukünftig zu sichern. Das Programm soll sogar erweitert werden. Um die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit dauerhaft zu steigern, soll die jährliche große Ausstellung in der Synagoge um eine künstlerische Intervention sowie ein Diskurs- und Vortragsprogramm ergänzt werden.“

Weiterhin führt Mischa Kuball das Potential derartiger Kunstprojekte aus: „Weiterdenken – und NeuDenken: Im Sinne der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen soll das Projekt Synagoge Stommeln weiter gedacht und entwickelt werden. Ziel wird sein, den Ort auch weiterhin den internationalen Künstlerinnen und Künstlern einmal im Jahr als einen ‚Denkraum‘ auf Zeit zu überlassen. Aber auch die Bindung des Projektes in der Stadtgesellschaft von Pulheim soll vertieft werden. Allein deshalb liegt die Zukunft des Projektes in der engen Zusammenarbeit der Stadt Pulheim und des Beirats.“

Dazu in Band 265 erschienen:


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