Mainz: Sockelalarm

30. Mai 2017 · Hochschulen
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Eigentlich sollte die Hans Arps Bronze-Skulptur „Schlüssel des Stundenschlägers“ (1962) vom Mainzer Rathausplatz nur bis Ende 2012 an das Arp-Museum in Rolandseck (Remagen) ausgeliehen werden. Dass die Leihzeit von der Mainzer Kulturverwaltung wegen der Rathaussanierung dann verlängert wurde, sorgte schon 2013 für Kritik: der Ortsbeirat forderte „eine unverzügliche Wiederaufstellung“ auf dem Jockel-Fuchs-Platz vor dem Mainzer Rathaus, und auch die lokale CDU monierte: „Es entsteht zunehmend der Eindruck einer Dauerleihgabe“. Und so klagte noch im Februar 2017 die „Allgemeine Zeitung – Rhein Main Presse“, dass sich die Plastik seit nunmehr „sechs Jahren im Exil“ befände: „Im Sommer 2017 will der Stadtrat über die künftigen Sanierungsschritte des Rathauses entscheiden. Gut möglich, dass der ‚Stundenschläger‘ am Remagener Rheinufer sein Zehnjähriges feiert.“ Denn ein vorzeitiger Rücktransport vor Abschluss der Sanierungsarbeiten wäre zu teuer und auch unsinnig, da niemand in Mainz einen temporären oder gar dauerhaften akzeptablen Alternativ-Standort benennen könnte. Den leeren Sockel vor dem Rathaus bespielen derweil eingeladene Künstler und Studenten der Kunsthochschule Mainz regelmäßig im Rahmen der Reihe „Sockelalarm“. Von Februar bis Mai 2017 gastierte der amerikanische Künstler Ryan Skylar Gibbons mit seiner Arbeit „Endless Drill“ auf dem leeren Sockel, und in den jetzigen Sommerwochen bespielen bis zum 3. September 2017 Simone Eisele, Yun Heo, Robin Stretz von der Kunsthochschule Mainz den Platz. Titel des jetzigen „Sockelalarms“: „Everything But The Kitchen Sink“. Dazu heißt es, in der Installation sei der Sockel „nicht Endpunkt, sondern vielmehr der Ausgangspunkt für das künstlerische Schaffen. Er wird Wegweiser für und zu unterschiedlichen Arbeiten, die die Künstler auf dem gleichnamigen Blog (etbtks.blogspot.com) vorstellen. Der Sockelalarm weist damit über sich selbst hinaus und stellt die Verbindung zu anderen Ausstellungen und Aktionen her. Am Sockel selbst findet sich zunächst die Adressedes Blogs und somit der Zugang zu diesem Projekt. In den Wochen nach der Eröffnung folgen dort künstlerische Interventionen…“  

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