Marina Abramovic: Opernprojekte und Retrospektive in Bonn

12. März 2018 · Aktionen & Projekte
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Marias Callas (1923-1977) zählte auf der Opernbühne zu den bedeutendsten Sopranistinnen des 20. Jh. Ihr Repertoire umfasste 43 Partien aus 35 Opern. Sie starb im Alter von 53 Jahren an einer Lungenembolie. Die Performerin Marina Abramovic plante schon vor knapp 30 Jahren eine Oper über Maria Callas, zu der sie sieben Regisseure engagiereren wollte. Für sich selbst sieht sie siebenmal die Rolle der Marias Callas vor, die sieben Operntode stirbt. „Seven Deaths“ wird als filmische Hommage an die Opernsängerin nun im Jahr 2020 an der Bayerischen Staatsopern München uraufgeführt. – Ein zweites Opernprojekt plant Abramovic für das Jahr 2019 an der Alten Oper Frankfurt. Dabei geht es um die „Begegnung“ mit der „Abramovic-Methode für Musik“. Diese Methode will Menschen ein gemeinschaftliches Erlebnis vermitteln. Vom 17. bis zum 24. März 2019 kommt im Operngebäude das Publikum zu einer mehrstündigen Übung zusammen, an die sich ein fünfstündiges Konzert anschließt. – Vom 20. April bis zum 12. August zeigt die Bundeskunsthalle Bonn die Ausstellung „Marina Abramovic – The Cleaner“ als umfangreiche Retrospektive ihres Werks. Die Künstlerin setzt sich „auseinander mit Erinnerung, Schmerz, Verlust, Ausdauer und Vertrauen. Die Ebene der Zeit(-erfahrung) und der Umgang mit dem eigenen Körper sind weitere Faktoren, die ihr Werk so eindrücklich werden lassen. Ihre Abramović Method der Konzentration und Mobilisierung der eigenen Kräfte, um eine größtmögliche Toleranz und Offenheit im Dialog zu erreichen, wird in Workshops weltweit praktiziert. Marina Abramović spricht grundlegende Existenzfragen an, provoziert und berührt somit in direkter Weise den Betrachter.“ www.bundeskunsthalle.de

Dazu in Band 106 erschienen:

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