Nächste Station der Grand Snail Tour: Lästern in Ennepetal

Am 16. April 2026 macht die Grand Snail Tour der Urbanen Künste Ruhr unter dem Titel „Lästern in Ennepetal“ mit der Arbeit „Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle“ der Künstlerin Havîn Al-Sîndy Station.
Für die künstlerische Intervention in Ennepetal untersucht Al-Sîndy das Lästern als soziales Ritual. Alle Interessierten können auf dem Marktplatz von Ennepetal mit Skulpturen, die mit KI ausgestattet sind, gemeinsam lästern.
Havîn Al-Sîndys Kunstwerk besteht dabei aus einer Videoarbeit und einer Bodenzeichnung, über die sich zwei künstlerisch gestaltete Roboter bewegen. Berührt man sie, bleiben sie stehen, sodass man ihnen etwas zuflüstern kann. Sie werden in ihrer eigenen Sprache reagieren. Die Arbeit „Worte an den Ohren, an der Haut, an der Zelle“ ist von 15 bis 19 Uhr auf dem Marktplatz an der Voerderstraße interaktiv zu erleben. Aspekte des Lästerns können hier als soziales Phänomen und politischer Code zutage treten. Die Mehrdeutigkeiten im Tratschen und ihre Auswirkungen geraten mit der künstlerischen Arbeit spielerisch in den Blick. Havîn Al-Sîndy fragt, welche Spuren das Gesagte dabei hinterlässt und wie Zwischenmenschliches zwischen Nähe und Ausschluss, Sichtbarkeit und Schweigen ausgehandelt werden.
Die Künstlerin Havîn Al-Sîndy arbeitet in Kurdistan und Deutschland in den Medien Performance, Skulptur, Malerei und bewegte Bilder. Immaterielle Archive wie Erinnerungen, Körperwissen, Zellgedächtnis und kollektive Erinnerungen bilden den Kern ihrer Arbeit. Sie untersucht, wie diese weitergetragen, überschrieben oder verdrängt werden und wie sie sich in Körpern niederschlagen. Sie ist Professorin an der HBK Braunschweig.
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