Neue Hohenzollern-Kunststiftung nimmt die Arbeit auf
Die im Juni 2025 neu gegründete Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz nimmt ihre Arbeit auf, wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mitteilt. Zuständig wird die gemeinnützige Stiftung unter anderem für den Umzug der Archivalien aus dem Hausarchiv der Hohenzollern in das sogenannte Geheime Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sein.
Am 9. Februar 2026 fand die erste Sitzung des Stiftungsrats unter dem Vorsitz des Amtschefs des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Konrad Schmidt-Werthern statt. Außerdem nahmen auch die Berliner Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson und der Brandenburger Kulturstaatssekretär Tobias Dünow sowie Georg Friedrich Prinz von Preußen als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender an der Versammlung teil. In der Sitzung tauschten sich die Beteiligten zu Fragen der künftigen Zusammenarbeit aus. Darüber hinaus wurde auch das Hausarchiv der Hohenzollern thematisiert.
Die Gründung der Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz war Kernelement für die Beilegung des etwa 100 Jahre dauernde Streits über die Vielzahl an Kunstschätzen der Hohenzollern. In die gemeinnützige Stiftung gehen alle Objekte über, deren Eigentum zwischen der öffentlichen Hand und den Hohenzollern umstritten war. „Das gemeinsame Interesse der öffentlichen Hand und der Hohenzollern ist es, die kunsthistorisch wertvollen Sammlungsgegenstände auch zu bewahren, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu erforschen”, heißt es. So kümmert sich die Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz nun um etwa 3.600 Kunstgegenstände. Der Stiftungsrat setzt sich aus Vertreter*innen des Bundes sowie der Länder Brandenburg und Berlin und der Hohenzollern zusammen.
Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und derzeitige Vorstandvorsitzende der Stiftung Hohenzollernscher Kunstbesitz äußerte sich zur Gründung der Stiftung wie folgt: „Ich bin überzeugt, dass die neue Stiftung nach den langen Jahren der Vermögensauseinandersetzung zu guter, konstruktiver Arbeit findet. Die Einigung mit dem Haus Hohenzollern war ein Glücksfall im Sinne unserer Musemsbesucherinnen und -besucher.“