Nina Zimmer wird Generaldirektorin des Belvedere in Wien
Die deutsch-schweizerische Kunsthistorikerin Nina Zimmer wird ab 2027 die Galerie Belvedere in Wien leiten, wie der österreichische Kulturminister Andreas Babler nun bekannt gab. Die 1973 in München geborene Zimmer folgt auf die bisherige Generaldirektorin Stella Rollig, die sich nach zwei Amtsperioden nicht mehr auf den Posten beworben hat. Ihre neue Stelle wird Nina Zimmer ab Januar 2027 antreten.
Momentan ist Nina Zimmer Direktorin des Kunstmuseums Bern und leitet das Zentrum Paul Klee, das ebenfalls in Bern beheimatet ist. Hier etablierte sie unter anderem die Provenienzforschung und entwickelte neue digitale und nachhaltige Strategien. Zudem hat sie die Anfangsphase des geplanten Neubauprojekts des Kunstmuseums Bern begleitet, das 2033 eröffnet werden soll. Vor dieser Position leitete Nina Zimmer von 2006 bis 2014 die Abteilung Kunst des 19. Jahrhunderts und der Moderne am Kunstmuseum Basel, wo sie von 2014 bis 2016 Vizedirektorin wurde.
Die 53-Jährige kuratierte bislang Ausstellungen mit internationalen Künstler*innen wie Vincent van Gogh, Meret Oppenheim, Anni Albers, Carol Rama, Isamu Noguchi, Ernst Ludwig Kirchner und Amy Sillman. Zudem ist Zimmer im Vorstand der Maria Lassnig Stiftung in Wien sowie in weiteren Stiftungsräten und Jurys vertreten.
In ihrer kommenden Amtszeit als Generaldirektorin des Belvedere möchte Zimmer an die Arbeit von Stella Rollig anknüpfen und das Belvedere als Wissenslandschaft für Ortsansässige und internationale Besucher*innen etablieren. Sie führt aus: „Museen sind Räume, wo wir uns auseinandersetzen können über unsere Werte, wo Vielstimmigkeit und wo Demokratie stattfinden kann.“
Der wirtschaftliche Geschäftsführer Wolfgang Bergmann, der in dieser Funktion bereits seit 10 Jahren tätig ist, wurde in seinem Amt bestätigt und wird Kontinuität in diese Wechselzeit bringen. Im Belvedere ist ein neues Visitor Center in Planung, das eine große Baustelle der kommenden Jahre werden wird.
Es gab 27 Bewerbungen für die ausgeschriebene wissenschaftliche Geschäftsführung, von denen 16 von weiblichen Bewerber*innen stammen. Von den 27 Bewerbungen waren 18 internationale Kandidat*innen und neun österreichische Bewerber*innen.
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