Paris: Christophe Leribault wird Direktor des Louvre
Nachdem der Rücktritt der bisherigen Louvre-Direktorin Laurence des Cars bekannt gegeben wurde, steht bereits ihr Nachfolger fest: Der Kunsthistoriker Christophe Leribault wird an die Spitze eines der wichtigsten und meistbesuchtesten Museums Europas rücken.
Nach dem spektakulären Juwelendiebstahl und weiteren Problemen mit der Sicherheit, der Personalausstattung und baulicher Herausforderungen des Gebäudes soll Christophe Leribault das krisengeplagte Museum wieder auf Kurs bringen. Der 62-jährige Museumsdirektor wurde bereits vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum neuen Direktor des Pariser Louvre ernannt.
Seit 2024 leitete Leribault als Präsident der Verwaltungsbehörde das ebenfalls von einem Millionenpublikum besuchte Schloss, Museum und Nationaldomäne Versailles bei Paris. Zuvor hatte er unter anderem die Leitung des Musée d’Orsay und des Petit Palais inne, sodass er umfangreiche Erfahrung als Museumsdirektor mitbringt. Auch im Louvre ist Christophe Leribault kein Unbekannter, da er vor vielen Jahren bereits in der dortigen Grafiksammlung gearbeitet hat.
Mit dem Louvre ist Christophe Leribault bereits seit seiner Studienzeit bestens vertraut, denn er legte sein Diplom an der École du Louvre ab, der dem Ministerium für Kultur und Kommunikation unterstellte Hochschule für Kunstgeschichte, Archäologie, Epigraphik und Museologie in Paris. Seine Dissertation verfasste er an der Sorbonne bei Antoine Schnapper.
Laurence des Cars reichte ihr Rücktrittsangebot etwa eine Woche nach Veröffentlichung eines Berichts der parlamentarischen Untersuchungskommission zum Juwelendiebstahl am 19. Oktober 2025 im Louvre ein, in dem sie aufgrund verschiedener Versäumnisse für das Vorkommnis mitverantwortlich gemacht wird. Ihren Rücktritt hatte de Cars bereits einen Tag nach dem Einbruch angeboten, was damals jedoch von Kulturministerin Rachida Dati abgelehnt wurde. Doch das zweite Rücktrittsangebot nahm Präsident Macron nun an.