Peter und Luise Hager-Preis vergeben
Melissa Pelk belegte mit ihrer Arbeit Bewerbung (Videoinstallation) den ersten Platz bei der Vergabe des Peter und Luise Hager-Preises 2026 (5.000 Euro).
In ihrer Kunst spielt Melissa Pelk mit der Kombination und Abschottung von „Niedlichkeit, Abfall, Vergänglichkeit und Vulnerabilität. Dies übersetzt mit unterschiedlichen Medien wie Installation, Foto, Video, Skulptur und Malerei. Bewerbung ist eine Auseinandersetzung mit persönlichen Ängsten. Mit der Angst, nicht verstanden zu werden. Mit der Angst, nicht gehört zu werden”, heißt es in der Begründung.
Der zweite Preis (3.000 Euro) ging an Maike Paul für ihre Arbeit Pfeil (LCR) (Installation). Sie „beschäftigt sich mit Prozessen der Wahrnehmung. Ausgehend von Alltagsbeobachtungen leitet sie visuelle Strukturen ab, die sie in grafische und räumliche Arbeiten übersetzt. Inspiriert von Straßenschildern in Japan thematisiert die Installation Pfeil (LCR) einen Prozess der Übersetzung von links nach rechts, in dem sich Bedeutung und Lesbarkeit im Zentrum verschieben.”
Platz drei (2.000 Euro) sicherte sich j. Haeusser mit der Videoinstallation Duzen, in der sich zwei Köpfe in Profilansicht unterhalten, getrennt durch einen unbestimmten Weißraum. „Sie versuchen miteinander zu kommunizieren, schaffen es aber nicht.”
Um den Preis bewarben sich 49 Studierende aus allen Semestern und Studiengängen der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar). In diesem Jahr stand der Hager-Preis unter dem Thema „übersetzen“ – verstanden nicht nur im sprachlichen Sinn, sondern als künstlerischer Prozess zwischen Medien, Generationen, Technologien und gesellschaftlichen Erfahrungen.
Die Jury bestand aus Susanne Trockle, Vorstandsmitglied der Peter und Luise Hager-Stiftung, Dr. Andrea Weber, langjährige Leiterin der Saarländischen Galerie in Berlin, sowie seitens der HBKsaar aus Prof. Dr. Matthias Winzen, Prof. Beate Mohr und Prof. Mark Braun. Die Ausstellung zum Peter und Luise Hager-Preis läuft vom 7. bis zum 21. Februar 2026 in der Galerie der HBKsaar. Ab dem 2. August 2026 wird die Ausstellung von der Gesellschaft der Freunde junger Kunst im Alten Dampfbad in Baden-Baden präsentiert.