Philip Timischl in Lüneburg

6. September 2016 · Museen & Institutionen
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„Problems“ – lautet Titel der Ausstellung von Philipp Timischl in der Halle für Kunst Lüneburg. „Mit ihm scheint etwas als Bezugsrahmen benannt, das sich nicht objektiv greifen laesst, sondern individuell aufgeladen und verstanden werden will, aber dennoch eine uebersubjektive Gueltigkeit besitzt. Auch wenn der Titel ein Zuviel an persoenlicher Intensitaet vermuten laesst, kreist die Ausstellung jedoch nicht um Timischls Probleme, sondern um Probleme im Allgemeinen oder das Problem des Probleme Habens und damit, wenn man so will, auch um die von Philipp Timischl. Fuer seine Ausstellung verwandelt er die Halle fuer Kunst in eine Art Kinosaal. Die Fenster sind abgedunkelt, auf die Stirnwand ist ein Film projiziert, davor mehrere Baenke oder Sockel zum Sitzen. Auf diesen befinden sich – quasi als Zuschauer/innen – einige Flatscreen-Skulpturen, die mittels ueber sie geworfener Felle und Stoffe, in die Loecher als Gesichter hinein geschnitten sind, personifiziert wurden. Die Stoffe wiederum sind mit Pflastern, Patches, Flicken und/oder Naehten versehen, wodurch angedeutet wird, dass hier etwas repariert wurde bzw. repariert werden musste. „When shit is complicated you keep on going“, „World gone totally mad!“ oder „No Future“ steht da beispielsweise auf den Patches (gestickt von dem befreundeten Kuenstler Victor Lizana) und laesst erahnen, was dies denn sei bzw. gewesen sein koennte, was zuvor kaputt war; mithin in welche Richtung die Issues und Probleme der einzelnen Skulpturen also gehen, die, da auf den Flatscreens verschiedene Videos laufen, zudem noch in ihrer je eigenen Welt verfangen, sozusagen ihren je eigenen Film zu schieben scheinen. Beispielsweise sind zwei Videos von Youtuber/innen zu sehen, die, als sei dies eine Therapiesitzung, stundenlang ueber Gott und die Welt mit der Kamera bzw. dem ihnen unbekannten Publikum sprechen.“ www.halle-fuer-kunst.de

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