Präsident Trump will neues Porträt für National Portrait Gallery
Der US-Präsident Donald Trump folgte nach seiner ersten Amtszeit der Tradition ein offizielles Porträt von sich anfertigen zu lassen. Für sein Ölgemälde ließ er sich im Jahr 2021 nach seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt von dem Künstler Ronald Sherr porträtieren. Doch nun fordert Trump, dass die National Portrait Gallery ein neues Porträt in Auftrag geben soll, das beide Amtszeiten abbildet.
Das 2022 fertig gestellte Porträt von Ronald Sherr sollte zu dem Zeitpunkt von der National Portrait Gallery angenommen und präsentiert werden. Die Präsidentenporträts werden dort aufgehängt, wenn ein Präsident sein Amt endgültig niedergelegt hat. Doch zu diesem Zeitpunkt kündigte Trump seine erneute Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 an. Und jetzt will Donald Trump ein neues Bild, das beide Amtszeiten repräsentieren solle. So teilte Davis Ingle, Sprecher des Weißen Hauses, mit: „Präsident Trump schätzt das Porträt, das für seine 45. Amtszeit geschaffen wurde, und freut sich auf die Fertigstellung eines Porträts, das sowohl seine 45. als auch seine 47. Amtszeit als Präsident umfasst.“
Dies ist nicht der erste Eingriff der Trump-Regierung in seine Präsenz in der NPG: Im Januar 2026 ersetzte die National Portrait Gallery das bisherige Trump-Foto durch eine neue Aufnahme und entfernte im Zuge dessen die biografischen Texte einschließlich der Hinweise auf Trumps zwei Amtsenthebungsverfahren aus der Präsentation.
Der inzwischen verstorbene Künstler Ronald Sherr porträtierte vor Trump bereits George H. W. Bush sowie weitere Politiker*innen, wie Colin Powell, John Boehner, Nancy Pelosi und Anthony Kennedy. Das offizielle Porträt von Joe Biden wurde noch nicht enthüllt.
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