Rüsselsheim: Stadtzeichner-Ausstellung

5. November 2017 · Aktionen & Projekte
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In der frühen Neuzeit befand sich Rüsselsheim in einer äusserst prekären Lage – die Stadt war so arm, dass sie für den Bau ihrer erste Pfarrkirche 1514 die benachbarten Frankfurter im Holz anbetteln musste, und 1635 starb der größte Teil der Einwohner durch eine Pestepidemie. Auch in der Frühphase der Industrialisierung waren Obst- und Getreideanbau immer noch die volkswirtschaftlich wichtigsten Faktoren. Einen ökonomischen Aufschwung erlebte Rüsselsheim erst ab 1862, als der gebürtige Rüsselsheimer und gelernte Schlosser Adam Opel (1837-1895) dort eine Nähmaschinenfabrik gründete und 1886 seine Produktpalette 1886 auf Fahrräder ausdehnte. Vier Jahre nach seinem Tod begann das Unternehmen 1899 auch mit der Herstellung von Automobilen und Rüsselsheim erlebte einen Aufschwung als Arbeiterstadt. 2017 richtete man dort den Hessentag aus; mit von der Partie war auch der Berliner Künstler Matthias Beckmann als Stadtzeichner, der das Geschehen und historisch markante Monumente der Stadt in rund 100 Zeichnungen festhielt: „Ihn interessieren Orte, die er längere Zeit unter die Lupe nehmen kann und die eine besondere Bedeutung verkörpern. In Rüsselsheim reizt Beckmann die Mischung aus Volksfest, Konzert und Repräsentationsfläche. Dabei sind es eher alltägliche Beiläufigkeiten, die ihn zum Druckbleistift greifen lassen“, notierter „Echo Online“ zu der Aktion. Im Kunstverein Rüsselsheim richtete Beckmann während seines Aufenthalts auch ein „Mitmachatelier“ ein. Dort konnten die Besucher farbige Digitaldrucke ergänzen. Diese Mitmach-Arbeiten und die Zeichnungen sind nun vom 18. November 2017 bis zum14. Januar 2018 im Kunstverein Rüsselsheim zu sehen und werden auch in zwei Katalogen dokumentiert. www.kunstvereinruesselsheim.de

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