Siegerentwurf für Hamburger Opernhaus steht fest
Die dänische Bjarke Ingels Group (BIG) gewann mit einem spektakulären Entwurf den Wettbewerb für den Neubau der Staatsoper in Hamburg.
In dem Qualifizierungsverfahren setzte sich das Architekturbüro gegen vier andere Bewerbungen durch. Der Siegerentwurf wird voraussichtlich in den kommenden zwei Jahren in enger Abstimmung mit der Stiftung, der Stadt und der Hamburgischen Staatsoper als künftiger Nutzerin konkretisiert. „Am Ende dieser erweiterten Vorplanung und einer belastbaren Kostenschätzung wird die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung des Neubaus entscheiden“, heißt es. Als Standort ist das Baakenhöft in unmittelbarer Elbląge in der HafenCity vorgesehen.
Der prämierte Entwurf sieht ein Opernhaus vor, dass alle Besucher*innen mit seiner einladenden, rundum begehbaren Dachlandschaft, die sich zu allen Seiten zur Elbe und zur Stadt hin öffnet, willkommen heißt. Der Entwurf werde insbesondere bei Nacht zur Ikone, wenn seine ausufernden „Blätter“ von unten beleuchtet einer aufsteigenden Blüte ähnelten, so die Begründung der Jury, die sich einstimmig für diese spektakuläre Architektur ausgesprochen hat. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher dazu: „Die neue Staatsoper soll beste Bedingungen für Kunst und Kultur bieten und eine Oper von Weltrang werden. Der heute vorgestellte Entwurf zeigt eine herausragende Architektur, die die Stadtsilhouette in der HafenCity prägen wird. Der Baakenhöft wird mit dem neuen Opernhaus zu einem attraktiven, außergewöhnlichen Ort für alle Hamburgerinnen und Hamburger.
Im Vorfeld hatte es Kritik an dem geplanten Neubauprojekt gegeben, wie der NDR berichtete, da der Stifter, Klaus-Michael Kühne, dessen Speditions- und Logistikfirma Kühne + Nagel nach 1933 für das NS-Regime Möbel und Hausrat verfolgter und ermordeter Juden transportierte, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit seiner Firma verweigere. Nun besteht die Hoffnung, dass die zweijährige Planungsphase für eine solche Aufarbeitung genutzt werden könne.